Gordischer Knoten noch zu lösen?

Leserbrief zu den beiden Artikeln „Cafe Harder: Grabung notwendig?“ und „Dann belassen wir das Grundstück so“ über einen Streit zu der Kostenübernahme von archäologischen Grabungen auf dem Grundstück des früheren Café Harder in Uelzen, AZ vom 19. Juli:.

Bundes- und Landesgesetze – aber auch selbst verabschiedete Rechtsvorschriften – geben der Kommune die Möglichkeit, übertragene und eigene Ziele zu verfolgen und zu verwirklichen. So werden unter anderem auch Gesetze und Rechtsvorschriften erlassen, um den übersteigerten Freiheitsdrang der Bürger beziehungsweise der Menschen allgemein in die Schranken zu verweisen. Manchmal läuft es aber auch anders, wie man am Beispiel „Stuttgart 21“ sieht.

In Uelzen geht es nicht um den Bahnhof, sondern um das „Café Harder“, oder was davon übrig geblieben ist. Die Baulücke ist seit Jahren ein Schandfleck im Zentrum der Stadt, die die Allgemeinheit so seit Längerem nicht mehr hinnehmen will. Was auch immer zwischen Grundstückseigentümer und „Öffentlicher Hand“ (Stadtverwaltung, Archäologie, Landesministerium für Wissenschaft und Kultur, Landgericht Lüneburg und andere mehr) besprochen, verhandelt und festgelegt wurde, es scheint schon ein gordischer Knoten daraus geworden zu sein.

Wenn das so weiter geht mit Zeitverzögerungen durch Gutachten, Gerichtsverhandlungen und Ähnliches wird Uelzen seinem alten Nimbus wieder alle Ehre machen, nämlich dem der Bauverhinderungsbehörde.

Man dachte schon, die Zeiten wären längst vorbei.

Ulfert Zergiebel,

Uelzen

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