CDU gibt sich überheblich

Der Ausgang der Wahl sorgt für Diskussionen. Foto: Wendlandt

Leserbriefe zur Berichterstattung über die Ergebnisse der Bundestagswahl:.

Nun ist sie vollbracht: die Wahl der Wahl. Und „Mutti Raute“ hat’s geschafft – mit noch mehr Stimmen! Dass ich dies nicht so recht verstehe, ist mein ganz persönliches Kopfschütteln. Doch in der Demokratie hat nun mal die Mehrheit das Wort! Was mir aber einige Sorgen bereitet, ist das Verhalten der SPD, beziehungsweise deren Gedankenspiele. Bei dieser Wahl habe ich (in den 70er, 80er und 90er Jahren ein überzeugter Sozi!) mal wieder eine Stimme der SPD gegeben, in der Hoffnung, nun ist es genug – vor allem mit der FDP. Trotz des schlechten Abschneidens der Sozialdemokraten möchte ich an die großen Stimmen der Historie dieser Partei darum bitten, nicht wieder abzuschwenken! Verbünden mit der CDU/CSU? Das war nicht die Parole! Wenn es jetzt Opposition als Wahlergebnis heißt, dann erwarte ich „gefälligst“ auch eine solche! Treue ist mal wieder gefragt. Der Wähler hat gesprochen – SPD muss ihren Wählern auch treu sein! Nicht vergessen: 2017 geht es wieder um „alles“.

Dieter Penz,

Uelzen

Der Kommentar von Herrn Otte „Die Menschen wollen kein Rot-Rot-Grün“ zeugt von einem überheblichen Menschenbild. Immerhin haben 42,7 Prozent SPD/LINKE/GRÜNE gewählt, dagegen nur 41,5 Prozent CDU/CSU. Sind diese Wähler, die immerhin eine parlamentarische Mehrheit darstellen, keine Menschen? Hochmut kommt vor dem Fall. Dies kann man am Beispiel FDP und besonders Herrn Rösler beobachten. Das wirklich erfreuliche am Wahlergebnis ist für mich, dass er nicht mehr Vizekanzler bleibt. Das ist auch der Grund, warum ich gewünscht habe, dass Frau Merkel nichts passieren möge.

Ob es der FDP allerdings gelingt, unter Lindner und Kubicki zu alter liberaler Tradition wie zu Zeiten von Hamm-Brücher oder Baum zurückzufinden, ist fragwürdig. Auch Herr Hillmer stößt in seiner Kolumne vom 25. September ins gleiche Horn: „Die Niedersachsen wollen nicht Rot-Grün regiert werden“, behauptet er. Dabei haben die Wähler zwar knapp, aber so entschieden. Das teilweise pöbelhafte Verhalten der CDU/FDP-Fraktionen im Landtag zeugt jedenfalls von schlechten Verlierern. Aus dem zugegebenermaßen törichten Verhalten der Beteiligten in Sachen Paschedag nun eine „Staatsaffäre“ zu machen, ist überzogen. Hier sollte sich die CDU an die eigene Nase fassen, denkt man nur an die ehemalige Landwirtschaftsministerin Grotelüschen und deren Verflechtung mit der Geflügelwirtschaft.

Arnold Kröger,

Barnsen

Es ist sehr traurig, dass etwa jedes siebte Kind in Deutschland auf Hartz IV angewiesen ist. Im 21. Jahrhundert ist es eine Schande für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Diese Zahlen belegen eindeutig, dass unter Schwarz-Gelb eine falsche Politik betrieben wurde. Wo bleibt in Deutschland die Gerechtigkeit? Dieses sollte sich nicht nur allein die Bundes-CDU fragen, sondern auch Teile des CDU Ortsverbandes Bad Bevensen. Wenn auf einer CDU-Veranstaltung ein Arzt, der ein Stadtratsmandat besitzt, der Meinung ist, dass eine Rente von 600 Euro – bei 36 Beitragsjahren – noch zu hoch ist, dann muss ich mir die Frage stellen, in welchem Jahrhundert dieser Mann lebt.

Herbert Seerau,

Bad Bevensen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare