Von Gerechtigkeit weit entfernt

Leserbrief zu „Problem ist viel Größer“, AZ vom 9. Oktober:.

Da staune ich als Otto-Normalverbraucherin doch, wieviel freie Energie und Zeit so ein Bundestagsabgeordneter neben seinem gut dotierten und verantwortungsvollen Job zur Verfügung hat. Manch Arbeitnehmer an der unteren Grenze der Lohnscala würde sicher gern mit solchen Nebentätigkeiten etwas dazuverdienen. Allein sein schlecht dotierter Job ist so zeit- und energieaufwändig, dass er nicht die Möglichkeit dazu hat.

Spüren unsere Volksvertreter „da oben“ eigentlich, was für ein Bild sie abgeben für die „da unten“? Oder ist ihnen das egal? Was soll jemand angesichts solcher Meldungen denken, der damit rechnen muss, dass 40 Jahre ehrbarer Arbeit und Zahlungen in die Rentenkasse nicht genügen werden, ihm eine angemessene Rente im Alter zu sichern.

Unter sozial(demokratisch)er Gesinnung verstehe ich etwas Anderes – und die Anderen, die mit der christlich(demokratisch)en Bezeichnung, machen es offenbar auch nicht anders.

Von sozialer Gerechtigkeit sind wir da wohl weit entfernt.

Andrea Burmester,

Jelmstorf

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