Gerdauer Halbwahrheiten

Leserbriefe zum Artikel „Ein Anhänger setzt Grenzen“, AZ vom 28. August:.

Wieder einmal erscheint Gerdau mit der öffentlichen Straße „In der Worth“ in der Zeitung. Und es ist erschreckend, dass insbesondere von Stefan Kleuker, Ratsherr der CDU, immer wieder Halbwahrheiten verbreitet werden. So geht er ständig mit der Behauptung hausieren, er hätte den Anwohnern ein Wegerecht angeboten und diese hätten es nicht angenommen. Richtig ist, dass einige Anwohner sich dafür einsetzen, dass die Straße öffentlich bleibt, was ich auch für richtig halte.

Andererseits habe ich als der am meisten Betroffene der Entwidmung der Straße und dem angebotenen Wegerecht zugestimmt. Darauf hin hat sich Herr Kleuker seit zwei Jahren nicht mehr bei mir gemeldet. Er hatte also nicht ernsthaft vor, ein Wegerecht einzuräumen, und heute lehnt er ein Wegerecht gänzlich ab. Die auf der Abbildung in der AZ sichtbaren Fahrzeuge und Geräte stehen auf dem Seitenstreifen der öffentlichen Straße, von der die Familie Kleuker mit Unterstützung des Gemeinderates behauptet, die Fläche sei privat. Als ich das hier gelegene Haus im Jahre 1977 von der Familie Kleuker kaufte, gehörte der Seitenstreifen laut Kaufvertrag noch zur öffentlichen Straße.

Die Straße „In der Worth“ wird erst wieder schön, wenn diese Fahrzeuge entfernt worden sind, da sie auch trotz Blumen nicht gerade schön anzusehen sind.

Und es ist die Aufgabe des Bürgermeisters und des Ratsherrn Kleuker, für eine Lösung des Konflikts zu sorgen und diesen nicht ständig zu verschärfen. Gesprochen hat Herr Kleuker mit uns bisher nur, wenn er private Forderungen hatte. Das kann nicht die Haltung der gewählten Vertreter einer Gemeinde sein.

Klaus Götke,

Gerdau

In diesem Artikel sind einige Äußerungen klar zu stellen und zu ergänzen. Ohne diese Ergänzungen gerät der Artikel in den Geruch von Manipulation. Erstens: „Man müsse erst miteinander reden, bevor gehandelt wird“ (Stefan Kleuker). Die Entwidmung wurde durch Herrn Kleuker (Juli 2007) in der Sitzung des Bau- und Wegeausschusses beantragt, ohne Information der betroffenen Anwohner – obwohl er dies den Gemeinderatsvertretern gegenüber behauptet hat. Zweitens: Stefan Kleuker hat gegenüber den Anwohnern von einem möglichen Wegerecht gesprochen, falls diese der Entwidmung zustimmen. Ist das ein Erpressungsversuch? Drittens: Das Gerichtsurteil zum Thema Entwidmung ist noch nicht rechtskräftig, da einige Anwohner einen Berufungsantrag beim Oberverwaltungsgericht eingereicht haben. Viertens: Stefan Kleuker hat den Fasswagen behindernd abgestellt, ohne vorher mit Anwohnern gesprochen zu haben. Fünftens: Kleuker hat mindestens drei Möglichkeiten, mit seinen Fahrzeugen den Hof zu verlassen. Er kann wählen, welche er nutzen will.

Brigitte Pabusch,

Gerdau

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