Leserbrief

Geld verschwendet

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Der alte Verkehrsturm stand ab Mitte der 1920er bis in die 1950er Jahre vor dem Alten Rathaus.

Zur Berichterstattung über die Kritik im Kulturausschuss der Stadt Uelzen an dem geplanten Verkehrsturm (AZ vom 18. Januar) schreibt Sylvia Aevermann aus Suderburg:

Ich bin doch sehr erstaunt, in der AZ zu lesen, dass der Verkehrsverein schon vor dreieinhalb Jahren die Idee hatte, den Verkehrsturm neu zu errichten. Somit hätten sich der Verkehrsverein und der Kooperationspartner, die Stadtverwaltung Uelzen, ja die Farce um die Ausschreibung „Ein Kunstwerk für die Hanse“ sparen können (AZ vom 15. April 2016). Auschreibungsvorgaben waren: Das Kunstwerk sollte Aspekte der Hanse aufgreifen und der Uelzener Bevölkerung Identifikation bieten. Sitzgelegenheiten sollten den Treffpunkt-Charakter unterstreichen. Kostenrahmen: 15 000 Euro. Fertigstellung: September 2016 zum ersten Hansefest.

Wenn für den Verkehrsverein schon vor der Ausschreibung feststand, dass ein Verkehrsturm errichtet werden soll, bleibt somit nur die Annahme, dass vorsätzlich Zeit und Geld der Teilnehmer verschwendet wurden. Jetzt zudem noch die eingereichten Arbeiten nachträglich zu diffamieren (Zitat Herr Bertram: Bei den anderen Vorschlägen habe es sich um „irgendwelche Dinge, die irgendwas darstellen“ gehandelt.), schlägt dem Fass den Boden aus.

An dieser Stelle möchte ich einen Satz aus dem von uns eingereichtem Erläuterungstext zu unserem Kunstwerk einfügen: Das Gesamtwerk soll den Eindruck einer gelungenen Symbiose zwischen modernen, zeitgemäßen Werkstoffen, wie dem Stahl und archaischen Baustoffen, wie den alten Eichenholzbohlen (Ziegeln) erwecken.

Immerhin ein halber Satz ist bei Herrn Bertram haften geblieben. Welche Auswahl dann die Jury getroffen hatte, konnten die Teilnehmer der Ausschreibung in der AZ vom 4.Juni 2016 lesen. Unseren zerknitterten Entwurf in einer schmuddeligen und beschrifteten Mappe konnten wir wieder abholen. Vom sorgsamen Umgang mit den Arbeiten anderer Menschen war diese Vorgehensweise und Informationsebene weit entfernt. Wir haben derzeit einen Brief an Herrn Bertram geschrieben, indem wir die Vorgehensweise und den Umgang mit den Teilnehmern kritisiert haben. Laut Herrn Bertram wurde ja ernsthafte Kritik nie an ihn herangetragen.

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