Geht’s noch um die Tiere?

Zum Leserbrief von Anja Gruhn aus Uelzen, „Zustände gravierend verschlechtert“, AZ vom 8. Dezember:.

Ich wundere mich doch sehr, wie oberflächlich Menschen sein können! Da werden Tiere ausgesetzt, misshandelt, zurückgelassen oder sogar „gesammelt“ durch falsch verstandene Tierliebe. Sich Tiere anzuschaffen und vorher nicht zu überlegen, was Tiere eigentlich benötigen, ist verantwortungslos. Sie dann nicht kastrieren zu lassen, weil das ja Geld kostet, gehört fast schon zur Tagesordnung. Dann auch noch zu erwarten, dass sich andere Menschen um diese Probleme kümmern werden – natürlich ehrenamtlich – weil, da gibt es ja noch das Tierheim, wo man die Tiere „entsorgen“ kann, dies setzt dem Thema dann die Krone auf. Und nun kommen auch noch sie, Frau Gruhn, und bringen die Tierheimführung in Verruf.

Können Sie sich nicht vorstellen, dass nach 30 Jahren Schäden und Unterkunftsmissstände auftreten können? Wenn die große Aufgabe Tierschutz über Jahrzehnte mit begrenzten Finanzen erfüllt werden muss, dann bleiben Schäden nicht aus. Platzmangel ist im Tierheim fast an der Tagesordnung, bei den vielen Fundtieren – und Weihnachten lässt grüßen! Was würden Sie machen, wenn plötzlich 30 kranke Freunde bei Ihnen um Unterkunft nachsuchen?! Sie gehören doch wohl nicht zu den Menschen, deren Lösungsvorschläge lauten: Früher wurden die nicht gewünschten Tiere ertränkt, erschlagen oder sonst wie getötet, weil sie ja nur Geld kosteten!?

Geht es Ihnen eigentlich noch um die Tiere oder doch nur darum, Tierheimbetreiber gegenseitig auszuspielen? Stecken Sie doch einfach diese Energie in Hilfe, Ratschläge und Unterstützung – dann könnten Sie wirklich mitreden!

Regina Nickel,

Bad Bodenteich

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