Es geht nur um Zahlen

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Hier wird bald nicht mehr unterrichtet: Die Grundschule in Stöcken. Foto: Schossadowski

Zum Beitrag „Aus für die Schule Stöcken“ (AZ v. 8. Februar) schreibt Uta Richter aus Rätzlingen:.

Die Außenstelle der Schule Rosche in Stöcken steht vor dem Aus. Ja, es war bekannt, dass, wenn die Schule in Rosche genügend Platzkapazitäten hat, eine Integration – sprich Schließung – erneut geprüft wird. Aber dass es nun soweit sein könnte, mussten die betroffenen Eltern (auch die, deren Kinder zur Zeit noch die Schule besuchen) aus der Zeitung erfahren.

Selbst der Elternvertretung, die diesen Punkt im Blick hatte und deshalb im stetigen Austausch mit der Schulleitung und der Gemeinde stand, wurde es erst auf Nachfrage mitgeteilt. Wann bitte schön sollten betroffene Eltern davon erfahren?

An diesem Abend ging es meinem Eindruck nach nur um Zahlen. Nicht um die Kinder, oder die Vorteile der kleinen Klassen und Schulen. In der Zukunft wird es dann nur eine große erste Klasse (an diesem Abend war von 24 Kindern die Rede!) und zwei große dritte Klassen geben. Und die Schülerzahlen, man mag es kaum glauben, steigen.

Es betrifft also alle Grundschüler. Habt ihr auch mal daran gedacht, liebe Elternvertreter des Schulvorstandes aus Rosche? Statt die Eltern zu informieren oder zu befragen, macht Ihr mit Eurer Empfehlung die Vorteile kleinerer Klassen zunichte – auch für eure Kinder! Dabei sollten sich doch sowohl Eltern, als auch Lehrer froh schätzen, kleinere Klassen zu haben. Denn die dank Inklusion nunmehr zu findende heterogene Schülerschaft ist ja sicherlich nicht einfacher geworden.

Mir scheint es, anders als zum Beispiel in Molzen, ist ein Erhalt weder von der Politik, noch von der Schulleitung gewollt. Das Warum sei dahin gestellt. Schade.

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