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„Es geht hier um Kinder!“

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Weitere Zuschriften zu den geplanten Entscheidungen zur Uelzener Grundschullandschaft haben die AZ-Redaktion erreicht.

Stefanie Wienecke-Herrig aus Uelzen schreibt zu den im Raum stehenden Schließungen der Grundschulen in Molzen und Veerßen:

Warum einen gut laufenden Schulbetrieb in einem gut dastehenden Gebäude schließen? Sicher, es wurden mehrere Konzepte vorgestellt, die einige Tausend Euro einsparen. Einsparen? Es geht hier um Kinder! Unsere Zukunft! Warum sollen wir da sparen? Sicherlich ist Schule kein Wirtschaftsunternehmen, welches Geld bringt. Nein? Doch! Es bringt uns unsere Arbeitskräfte von morgen. Nur wenn Kinder in einer vertrauten, sicheren Umgebung aufwachsen, können aus ihnen gesunde, motivierte Erwachsene werden.

Karin Thurmann aus Amelinghausen meint:

Die Grundschule Molzen ist eine besondere Schule. Eine Dorfschule, wie sie nur noch selten zu finden ist. Die gute Ausstattung des Gebäudes, das liebevolle Miteinander der Lehrer, Schüler, pädagogischen Mitarbeiter und Schulbegleiter, was durch die Unterstützung der Eltern ergänzt wird, machen diese Schule zu einer besonderen Schule. Hinzu kommt ein Schulhof, der eher wie ein pädagogisch wertvolles Spieleparadies aussieht denn wie ein Pausenhof. Hier wird Inklusion gelebt, wie es sich die Bildungspolitiker erhoffen.

Nach Hubert Hüppe will derjenige Inklusion, der neue Wege sucht. Wir suchen immer wieder nach neuen Wegen, um alle Schüler in ihrer Unterschiedlichkeit und Individualität zum Ziel zu führen, denn „Inklusion steht für den positiven Umgang mit Unterschiedlichkeit und gegen soziale Exklusion“.

Katharina Hagelstein aus Masendorf schreibt:

Da werden Millionen für irgendwelche sinnlosen Projekte im Sand versenkt und das Loch in der Kasse müssen nun die Kinder „stopfen“. Macht sich auch mal einer von den Damen und Herren im Stadtrat Gedanken über die betroffenen Kinder? Vermutlich nicht, denn sonst würde erstmal ein vernünftiges Konzept erstellt werden, Eltern würden befragt werden und wenn alles klar ist, wird die Sache durchgeführt.

Das können ja andere machen, in Uelzen scheint man so etwas nicht nötig zu haben. Da werden Eltern, Lehrer und Kinder einfach vor vollendete Tatsachen gestellt, absolut konzeptfrei. Da ist die Rede von Ganztagsschulen bis 16 Uhr, aber niemand sagt einem, was man darunter verstehen soll. Heißt das, verlässliche Grundschule bis 13 Uhr und bis 16 Uhr kann bei Bedarf eine Betreuung in Anspruch genommen werden? Das wird erstmal nicht verraten.

Kinder sind kleine Menschen mit kleinen zerbrechlichen Seelen. Wenn wir wollen, dass aus ihnen später gut gefestigte, im Leben stehende erwachsene Menschen werden sollen, dann müssen wir ihnen Sicherheit, Beständigkeit und Verlässlichkeit geben.

Wir Erwachsenen tragen die Verantwortung für diese Kinder, nicht nur wir Eltern, sondern auch die Politik.

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