Es geht doch!

Gertrud Hildebrandt lobt das schnelle Handeln der Stadt Uelzen. Sie hatte zuvor auf den schwerlichen Zugang zum Schloss Holdenstedt für Behinderte hingewiesen:

Mit zwei Damen aus dem „Betreuten Wohnen“ in Veerßen war ich zur Osterausstellung in das Holdenstedter Schloss gefahren. Oh Schreck, da standen wir vor der Treppe, wie hinaufkommen mit unserer Begleiterin im Rollstuhl? Ich meldete mich bei den Damen an der Info. Die hatten auch keine Lösung, sie warten schon zehn Jahre auf eine Rampe. Mit viel gemeinsamer Mühe schafften wir es über den Hintereingang hinein zu kommen. Ich war erschrocken und auch verärgert, dass so ein schönes Schloss mit wunderschönen vielseitigen Ausstellungen für Behinderte nicht zugänglich ist. Am nächsten Tag rief ich im Rathaus an. Nach mehreren „ich verbinde Sie“ hatte ich den zuständigen Herrn Meyer am Apparat. Ich klagte ihm mein Erlebnis, wie traurig es für Alte und Behinderte in unserer doch so schönen Stadt Uelzen aussieht. Wir waren uns einig. Er wolle sich darum kümmern. Siehe da, ein nicht mehr benötigter Aufzug aus einer Schule wurde zum Holdenstedter Schloss gebracht. Es ist eine Notlösung, aber immer mehr Rollstuhlfahrer können sich so manche schöne Ausstellung anschauen. Ich habe mich riesig gefreut, dass sich Herr Meyer darum gekümmert hat. Im Namen aller Behinderten sage ich ein großes herzliches „Dankeschön“. Es geht doch!

Gertrud Hildebrandt, Uelzen

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