Gefühlslosigkeit bei Wortwahl

Zum Leserbrief „Es wird die Hölle auf Erden“ von Jens Köster aus Bad Bevensen (AZ v. 20. April) schreibt Carl-Ludwig v. Pappritz, ebenfalls aus Bad Bevensen:

Vielleicht tut sich für Herrn Köster ein tiefes, schwarzes Loch auf, in welches er orientierungslos hineinstolpert. Dort wäre dann sicher aufgehoben vor dem bösen „Kaiser Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer“, den Köster wie folgt beschreibt;

1: sich selbstherrlich über Gesetze hinwegsetzt;

2. dem Bürgermeister Feller „in den Rücken fällt“ – ein miserabler Stil;

3. den Menschen Ohrfeigen verteilt und sich selber

4. ins Abseits manövriert.

Für diese Anfeindungen habe ich kein Verständnis, zumal sie inhaltlich falsch und bösartig sind.

Es handelt sich im vorliegenden Fall um den Bau eines dritten Bahngleises der Strecke Lüneburg-Uelzen-Hannover. In diesem Zusammenhang hat Herr Kammer nur das unterschrieben, was mehrheitlich beschlossen wurde, ein drittes Gleis zu bauen. Welche Position die Deutsche Bahn und das Bundes-Verkehrsministerium einnehmen, kann als bekannt vorausgesetzt werden.

Zusammengefasst vermisse ich bei Herrn Köster gesunden Menschenverstand, denn dass gebaut werden muss, ist unstrittig. Unstrittig ist auch die Tatsache, dass immer und überall gegen den Bau einer neuen Bahnstrecke protestiert wird. Letztendlich muss eine Entscheidung fallen, im Interesse der Allgemeinheit mit Blick in die Zukunft.

Abschließend sei Herrn Köster empfohlen, sich seine Wortwahl besser zu überlegen.

Kösters „Hölle auf Erden“ zeugt von einer Gefühlslosigkeit im Gedenken an alle Flüchtlinge und Soldaten im Krieg an vorderster Front. Das war und ist die Hölle.

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