Leserbrief

Gefahrenstelle geschaffen

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An der Einmündung zum Ebstorfer Domänenplatz gilt „rechts vor links“ – allerdings beachten das viele Verkehrsteilnehmer nicht, was immer wieder zu brenzligen Situationen führt. Deshalb wird über das Aufbringen sogenannter „Haifischzähne“ auf der Fahrbahn nachgedacht.

Zum Beitrag „Haifischzähne für Sicherheit“ (AZ v. 28. Dezember) schreibt Heinz Kilp aus Ebstorf:

In Ebstorf ist seit einiger Zeit ein neuer Gefahren-Schwerpunkt an der Ausfahrt vom Domänenpark-Parkplatz zur Lüneburger Straße entstanden. Das hat sich jetzt sogar im Rat und der Gemeindeverwaltung herumgesprochen. Dabei gilt doch schon seit einiger Zeit in Ebstorf „rechts vor links“ und Tempo 30 in den Nebenstraßen. Das sollten doch wohl alle wissen. Viele „unverschämte“ Autofahrer halten sich nicht daran und missachten die Vorfahrtsregelung.

Verwundert über den neuen Gefahren-Schwerpunkt reiben sich die Ratsmitglieder die Augen. Davon war doch in den letzten Jahren nichts bekannt gewesen. Nun wird überlegt: Sollen wir „Haifischzähne“ auf die Straße pinseln (preisgünstig), Fahrbahnbegrenzungen oder Gitter anbringen? Ich hätte da auch noch einige (nicht ganz ernst gemeinte) Vorschläge: Wie wäre es mit Fahrbahnschwellen? Man könnte auch eine abschreckende Kamera mit Blitzerattrappe anbringen. Oder sollte man nicht die Richtung der Einbahnstraße ändern, dann kämen die Fahrzeuge wieder von links und müssten anhalten. Man könnte auch den derzeitigen Zustand beibehalten, dann würde sich in 10 bis 15 Jahren herumgesprochen haben, dass an dieser Ecke viele Unfälle passieren und man aufpassen müsste.

Fest steht: Aus einer relativ sicheren Straßeneinfahrt ist ein Gefahren-Schwerpunkt entstanden. Auch ich fahre – sowohl mit dem Fahrrad als auch dem Auto – sehr verunsichert auf die Lüneburger Straße, obwohl ich Vorfahrt habe. Die Vorfahrt zu erzwingen, ist mir zu riskant. Als Autofahrer auf der Lüneburger Straße war mir selbst lange Zeit nicht bewusst, dass es eine neue Vorfahrtsregelung gibt. Anderen geht es, wie von der AZ berichtet, wohl nicht anders. Nachdem ich jetzt bewusst nach dem 30er-Schild bei der Einfahrt zur Lüneburger Straße gesucht habe, entdeckte ich das sehr kleine Verkehrszeichen halb verdeckt von einem anderen Verkehrsschild. Bei der Einfahrt aus Richtung Lüneburg ist es kaum wahrnehmbar und mir bisher auch noch nicht aufgefallen.

Was ist zu tun? Das bisherige Verkehrskonzept auf Kosten der Sicherheit und der Gesundheit der Verkehrsteilnehmer durchsetzen? Gegebenenfalls durch teure Maßnahmen die Gefahren reduzieren? Oder sollte man nicht einfach zugeben: Wir haben einen Fehler gemacht und einen Gefahren-Schwerpunkt geschaffen. Am Bauhof wird sicherlich noch ein „Vorfahrt achten“-Schild und ein „Vorfahrtsschild“ zu finden sein (sehr preisgünstige Lösung) und könnte die bisherige, relativ sichere Verkehrsregelung wiederherstellen.

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