Gedanken zu Briefen Borvin Wulfs: „Fremdworte sind Glückssache“

Zum Leserbrief von Borvin Wulf aus Suderburg, „Zu früh für Glückshormone“, AZ vom 11. August 2012:.

Eigentlich wurde ihm vom Leser-Forum sozusagen „unisono“ (also einstimmig) ja ein Rede- beziehungsweise ein Schreibverbot erteilt. Wie zu erwarten, hat er sich nicht daran gehalten. Was aber hat Borvin Wulf mit seinem Leserbrief eigentlich erreicht? Aus meiner Sicht nicht viel mehr, als dass er damit in der ihm eigenen, häufig allerdings unsachlichen „Polemik“ (also im wissenschaftlichem Streit), seinen Frust über die A 39, zu seinem ganz persönlichen Auftakt zum Landtagswahlkampf 2013 eröffnet hat. Und da kennt er ja keine Gnade, macht alle nieder, die nicht seiner Meinung oder seinem politischen „Gusto“ (Geschmack) entsprechen. Unabhängig von deren Parteizugehörigkeit, übergießt er diese mit „Verbalinjurien“ (also Beleidigungen durch das gesprochene beziehungsweise geschriebene Wort).

In der Sache selbst, also der Causa A 39, hat er eigentlich nichts Neues gesagt. Dafür hat er uns aber mit in der Sache völlig unpassenden Fremdworten traktiert. Denn da ist die Rede von „Pro-A-39-Apologeten“ (Jemand, der eine bestimmte Anschauung mit Nachdruch vertritt), man könnte sinngemäß allerdings auch von A-39-Befürwortern sprechen. Und unserem Landesvater, David McAllister, hält er gar „putative“ (also vermeintlich in Notwehr) gegenüber den A-39-Gegnern abgegebene Aussagen vor.

Dieser Leserbrief kann daher wirklich keine Glückshormone bewirken, aber er erinnert mit an den alten Spruch meines Deutschlehrers, der da lautete: „Fremdworte sind Glückssache“.

Alexander Hess,

Lehmke

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