Leserbrief

Ein ganz kleiner Trump?

Zu unserem Artikel „Kleine Trumps gibt es auch bei uns“ (AZ vom 7. Februar) schreibt Eckehard Niemann aus Bienenbüttel:

Laut Artikel hat sich der Uelzener Kreislandwirt Thorsten Riggert vom Bauernverband dahingehend ausgelassen, dass Niedersachsens Agrarminister Meyer und Bundesumweltministerin Hendricks „kleine Trumps“ seien, die „alternative Fakten“ schaffen würden.

So scheine der Nitratbericht Schlimmes zu Tage gefördert zu haben – aber im Gegensatz zu anderen Staaten seien von den 2000 Messstellen in Deutschland nur die 200 kritischen gemeldet worden. Dass die Nitrat-Angaben mittlerweile auf sehr viel mehr Messstellen beruhen, wurde von Riggert wohl nicht erwähnt.

Riggert hob auf das zwar mögliche „Zurückfahren“ der Massentierhaltung ab – aber wer zahle die Mehrkosten, wenn „zum Beispiel statt 2000 Schweine nur 100 gehalten werden?“ Wer eine Reduzierung in diesem Ausmaß fordert, sagte Riggert ebenfalls nicht.

Trotz allem berechtigten Ärger über die Hendricks-„Bauernregeln“ stellt sich die Frage: Werden hier „Alternativ-Fakten“-Vorwürfe gegen „kleine Trumps“ durch einen „ganz kleinen Trump“ mit eigenen „Alternativ-Fakten“ erhoben?

Kommentare