AZ-Leserbrief

Die Folge ist extreme Überalterung

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(Symbolbild)

Peter Meier aus Bienenbüttel mischt sich in die Diskussion um neue Baugebiete in der Gemeinde ein:

Bienenbüttel möchte sehr viele neue Baugrundstücke erschließen, um die Einwohnerzahl zu erhöhen. Dieses soll unter anderem den Gemeindehaushalt sanieren. Es wird aber zu weitaus größeren Problemen in der Zukunft führen. Der Bau eines Eigenheims und die damit steigende Einwohnerzahl unterliegen zeitlich einer Fluktuation. Neubau, nach 20 Jahren ziehen die Kinder aus, nach weiteren 20 Jahren Vererbung. Der Fluktuationszeitraum beträgt also etwa 40 Jahre, in denen die Einwohnerzahl im Durchschnitt um 50 Prozent schwankt. Um eine gleichbleibende Zahl aller Altersgruppen zu gewährleisten, ist es wichtig, dass sich innerhalb der Gemeinde die Fluktuationszeiträume überschneiden. Dieses garantiert eine gleichmäßige Auslastung der Schulen, Kindergärten und Turnhallen.

Was passiert, wenn jetzt innerhalb eines kurzen Zeitraumes die Bautätigkeit in einem erheblichen Maß gesteigert wird? Die Einwohnerzahl steigt in einer Welle schlagartig an. Nach 20 Jahren geht der Einwohnerzuwachs durch Weggang der Kinder auf 50 Prozent zurück. Die Schwankungen aber werden in den Folgejahrzehnten extrem werden. Und genau diesen Fehler hat Bienenbüttel gemacht. Einige Folgen in den nächsten Jahrzehnten: extreme Überalterung, sehr große Schwankungen bezüglich Auslastung der Schulen, Kindergärten und anderen, Parkplatzprobleme im Ortskern und am Bahnhof, weitere Schulden. Wollen wir das wirklich?

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