Flüchtlinge könnten helfen

Nicht immer sehen Pflanzkübel und Rabatten in Bad Bevensen so schmuck aus – Flüchtlinge könnten dabei helfen, Beete, Hecken und Kurpark in Schuss zu halten, findet Carl-Adolf Barényi. Archivfoto: lw
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Nicht immer sehen Pflanzkübel und Rabatten in Bad Bevensen so schmuck aus – Flüchtlinge könnten dabei helfen, Beete, Hecken und Kurpark in Schuss zu halten, findet Carl-Adolf Barényi. Archivfoto: lw

Carl-Adolf Barényi aus Bad Bevensen schreibt zum Bericht „Bleibt das Unkraut stehen?“ (AZ, 29. Januar 2015):.

„Die Beete in der Fußgängerzone, die Hecken an den Straßenrändern oder der Kurpark – welche Bereiche der Kurstadt können am ehesten Abstriche in der Pflege verkraften? Über diese Fragestellung redeten sich die Mitglieder des Bevenser Bauauschuses und Verwaltung die Köpfe heiß.“

In keinem dieser Bereiche dürfen Abstriche gemacht werden, denn das Bild unserer Kurstadt sollte überall gepflegt und sauber aussehen. Aber das liebe Geld lässt ein unkrautfreies Stadtbild nicht zu. Die Steuern der Bürger der Stadt Bad Bevensen werden für andere Prestigeobjekte ausgegeben. Was nützt ein neues Kurhaus, wenn man vor Unkraut oder wild wachsenden Hecken den Eingang nicht findet?

Die Unterhaltungsleistungen, die der Bauhof der Samtgemeinde Bad Bevensen-Ebstorf für die Kurstadt erledigt, müssen 2015 heruntergefahren werden. Das bedeutet weitere Einsparungen in der städischen Pflege, das bedeutet mehr Unkraut und mehr Frust.

Es gibt aber eine Hilfe: In der „Villa am Park“ sind 44 Asylbewerber untergebracht. Diese Menschen sind Gäste der Stadt Bad Bevensen, das heißt, sie sind zurzeit Bürger dieser Stadt. Hier leben 44 junge Männer. Ich bin mir sicher, diese jungen Männer würden gerne einer Tätigkeit nachgehen, um ihren Frust los zu werden und ein wenig dankbar den Bürgern von Bad Bevensen zu sein, die ihnen Unterkunft und Brot und das Erlernen der deutschen Sprache bieten.

Dass Asylbewerber keine bezahlte Tätigkeit während des laufenden Verfahrens annehmen dürfen, ist uns allen bekannt. Aber in diesem Falle ist es keine bezahlte Beschäftigung, sondern Freizeitbeschäftigung, die diese Menschen aus ihrer Isolierung herausholen kann. Mitzuhelfen, eine Stadt sauber und gepflegt zu halten, ist nicht Fronarbeit, sondern hilft dem Zusammenleben und Verständnis aller Bürger dieser städtischen Gemeinde. Auch das Erlernen der Sprache fällt in der Praxis leichter als im Klassenraum.

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