Leserbrief

Der Fehler liegt beim Geschäftsführer

Ebenfalls zur AZ-Kolumne vom vergangenen Sonnabend erreichte uns eine Zuschrift von Dr. Christoph Adler aus Uelzen:

Herr Mitzlaff hat meines Erachtens die Sache nicht so richtig verstanden.

Die Fristenlösung hat sich längst eingebürgert und ist eine Kassenleistung geworden. Dazu kann man stehen, wie man will.

Und wenn ein Arzt aus seiner christlichen Grundhaltung heraus gegen Abtreibung ist, sollte man das respektieren. Allerdings darf er dann einer gynäkologischen Krankenhausabteilung, die das in ihrem bisherigen Leistungskatalog aufweist und dazu auch noch einen regionalen Versorgungsauftrag hat, nicht als leitender Arzt vorstehen, mit all seinen Konsequenzen.

Der Fehler liegt beim Geschäftsführer der Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg, der einen Vertrag mit dem Gynäkologen ausgehandelt hat, der ihm dies unübliche Verweigerungsrecht zugebilligt hat.

Dabei hat er sich in dieser heiklen Angelegenheit offensichtlich nicht mit seiner Konzernleitung (Anmerk: der Redakt.: des schwedischen Krankenhaus Konzerns Capio) abgesprochen, zumal es ja auch noch um finanzielle Einbußen geht.

Inzwischen hat die Konzernleitung ihn auch folgerichtig freigestellt.

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