Leserbrief

Von Eseln als Wolfsschutz

Wenn mehr als ein Esel auf der Weide steht, ist er als Herdenschutz ungeeignet, meint AZ-Leser Horst Bichinger aus Aljarn.

Zum Bericht „Fohlen gerissen – Wölfe unter Verdacht“ (AZ vom 21. Mai) schreibt Horst Bichinger aus Aljarn:

Es ist bedauerlich, dass wahrscheinlich Wölfe das neugeborene Fohlen gerissen haben. In dem AZ-Artikel fand ich aber einen Hinweis, der erklären könnte warum keiner der beiden Esel die Herde in diesem Fall das Fohlen verteidigt hat: es waren laut AZ zwei Esel auf der Weide! Unter „Esel-Herdenschutz Schweiz“ im Internet finden sich Richtlinien für Esel als Herdenschutztiere – eine davon lautet: „Schutzesel müssen allein mit den zu schützenden Tieren arbeiten. Ansonsten werden sie von ihren Artgenossen zu stark abgelenkt.“

Zum AZ-Bericht „Von Wölfen eingekreist“ (AZ vom 20.Mai) merkt Dr. Hubertus Graf Grote aus Jelmstorf an:

Falls der Wolfsbeauftragte von der Zeitung richtig zitiert wurde, ist er auf dem glitschigen Gebiet der Wolfsansiedlung kräftig ausgerutscht!

Die Aussage dreier Zeugen als unzureichendes bzw.. kein Beweismittel zu bezeichnen und ein (möglicherweise geschickt manipuliertes) Foto als endgültig beweiskräftig zu verlangen, entspricht nicht dem deutschen Recht, das ursprünglich keinen Inidzienbeweis, sondern nur den Zeugenbeweis kannte. Auch lassen sich die deutschen Gerichte nicht in der Wertung von Zeugenaussagen beeinflussen, auch durch (s. o.) Fotos nicht.

Der Wolfsbeauftragte scheint die Grundlagen seines Auftrages als gültiges Recht anzusehen, wenn er von „Regeln für Menschen im Wolfsgebiet“ spricht. Wer hat eigentlich Recht, mein Recht, mit Kindern in den Wald zu gehen, einfach einzuschränken? Wenn überhaupt, der Bundestag, und auch dem würde ich das bestreiten!

Warum haben eigentlich alle Wolfsbefürworter den Wolf für ungefährlich deklariert, obwohl inzwischen viele Berichte über Todesfälle durch Wölfe aufgetaucht sind? Sind die Befürworter zu faul für Nachforschungen gewesen oder haben sie die Wahrheit bewusst unterdrückt oder gar geleugnet? Hier besteht Aufklärungsbedarf!

Deshalb muss die Staatsanwaltschaft im Falle eines Wolfsbisses wegen vorsetzlicher Körperverletzung oder gar Totschlages alarmiert werden, denn die Wolfsbefürworter haben die Gefahr von Bissen oder Tötungen bewusst in Kauf genommen.

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