AZ-Leserbrief

„Erschreckende Verschmutzung“

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Die AZ-Leserinnen Renate Bockelmann und Christine Deuter machten Fotos von in der Öffentlichkeit entsorgtem Müll in der Hansestadt.

Über weiter anhaltende starke Verschmutzung in Uelzen äußert sich diese AZ-Leserin:

Mit Entsetzen beobachten meine Freundin Renate Bockelmann und ich seit langer Zeit die erschreckend zunehmende Verschmutzung in unserer Stadt, die wir beide sehr lieben.

Mein Leserbrief und Anrufe bei der Stadt vieler anderer Bürger, der Bericht in der AZ über einen Rundgang mit einem Redakteur und mir durch Uelzen sowie wiederholte an die Stadt Uelzen gerichtete Briefe und Anrufe ... scheinen auf taube Ohren zu stoßen. Auch meine Vorschläge bzw. Empfehlungen an die betreffenden Gremien der Stadt Uelzen, wie viele andere Städte vorbildlich dieses Problem lösten und zu den saubersten Städten in der Bundesrepublik zählen, stoßen ebenfalls auf taube Ohren, werden scheinbar auch nicht in den entsprechenden Gremien zur Abstimmung gebracht. Scheinbar scheint die Sauberkeit der Stadt Uelzen nicht so wichtig zu sein, obwohl man ja so touristenfreundlich sein möchte.

Als Grund für eine Nichtabänderung dieses schlimmen Problems wurde mir ... mitgeteilt, dass die Stadt weder über die finanziellen Mittel noch über das Personal verfügt. Es mutet schon seltsam an, dass Grundsteuern erhöht wurden und auch Straßenreinigungsgebühren neuerdings für jeden Haushalt anfallen. Wenn wir Bürger unsere Geh- und Radwege vor dem Haus nicht in Ordnung halten, werden wir ermahnt und müssen Strafe zahlen.

Die Stadt dagegen lässt seit langer Zeit ihre Grünanlagen an sehr vielen Stellen in der Stadt Uelzen, insbesondere zu beiden Seiten der Veerßer Straße regelrecht verkommen. Das Unkraut nimmt immer mehr zu und überwuchert die Pflanzen. Die Beete wurden nicht wie in all den Jahren im Frühjahr gesäubert. Dadurch liegen täglich auf unseren Geh- und Radwegen Laub, dicke Äste, über die man in der Dunkelheit stürzt und massenhaft Späne der verrotteten Poller. Jeden zweiten Tag muss ich meinen Weg davon säubern, obwohl die Ursache nicht an mir, sondern an der nicht mehr vorhandenen Pflege der Grünanlagen liegt.

Ein Müllsammeltag findet aufgrund der Coronakrise nicht statt. Finde ich übrigens auch überflüssig. Kurze Zeit nach dem Müllsammeltag ist die Stadt wieder zugemüllt! Warum sollen sich in diesem Bereich vorbildliche Bürger in Bezug auf die Sauberkeit ihrer Stadt am Müllsammeltag beteiligen, wenn die Müllverschmutzer sich darüber „ins Fäustchen lachen“ und weiterhin ihren Müll auf Kosten der Steuerzahlen entsorgen!

Wir können nur noch hoffen, dass sich hier in Bezug auf die Sauberkeit der Stadt endlich etwas ändert, denn sehr viele Bürger sind genervt und verärgert!

Christina Deuter, Uelzen

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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