Ernsthafte Entschuldigung

Zum Thema „Ausländer unerwünscht“:

Als Gastmutter zweier Austauschschüler aus Brasilien und Japan musste ich in den letzten Tagen nach den Vorfällen auf der HEG-Vorfreude-Party in Uelzen unangenehme Fragen beantworten: „Warum ist das so in Deutschland?“, wollten meine Gäste wissen.

Was soll ich darauf antworten?

Natürlich könnte ich entschuldigend argumentieren, dass es auf der letzten KGS-Fete zu ernsthaften Ausschreitungen zwischen Jugendlichen gekommen war und deshalb jetzt die Einlasskontrolle wohl besonders aufmerksam durchgeführt wurde.

Aber hier den Satz hören zu müssen: „Heute keine Ausländer!“, und damit einen in höchstem Maße diskriminierenden Kollektivverdacht auszudrücken, hat mich sehr beschämt gemacht.

Selbstverständlich möchten wir für unsere Kinder größtmögliche Sicherheit, aber der Veranstalter muss bei der Auswahl seines Sicherheitspersonals Sorge dafür tragen, dass Jugendlichen, egal ob Deutsche oder Ausländer, wegen ihres Verhaltens der Zutritt verwehrt wird und nicht aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Aussehens!

Eine solche Handlungsweise erinnert an dunkle Zeiten und ist einer weltoffenen und vorurteilsfreien Gesellschaft nicht würdig.

Wir erwarten eine ernsthafte Entschuldigung vom Veranstalter!

Jutta Wenzl,

Uelzen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare