Engagement beenden

Zu den Artikeln: „SBE-Spitze abberufen“ und „Auf Geldsuche für die Ukraine“:

Das Ganze hat mittlerweile ein skandalöses Ausmaß angenommen! Doch statt nun die Karten „offen auf den Tisch“ zu legen, geht die Pöstchenschieberei und die Verschleierungstaktik munter weiter. Um es einfach einmal an einigen wenigen Beispielen transparent zu machen:

Am 30. August 2010 veröffentlicht die SBE folgende Pressmitteilung: „Wir sind mit dem Ernteergebnis zufrieden“, sagt SBE-Geschäftsführer Falk-Wilhelm Schulz. „Die Gesellschaft wird aus heutiger Sicht ihre Umsatzziele und Planergebnisse erreichen trotz der in diesem Jahr nachteiligen Witterungsverhältnisse. Die SBE liegt damit genau im Plan auf ihrem Weg, ehemals brachliegende Flächen zu ertragreichem Agrarland zu entwickeln“

Bereits zu diesem Zeitpunkt ist bekannt, das es aufgrund der Dürre zu einer Missernte gekommen ist und nur die hohen Weizenpreise am Weltmarkt dafür Sorge tragen können, die entstandenen Verluste einigermaßen in Grenzen zu halten.

Ebenfalls ist bereits am 09. August 2010 bekannt, dass es einen Ausfuhrstopp für Getreide aus der Ukraine gibt. Ich zitiere aus einem Bericht des Handelsblatt vom 09.08.2010

Nun aber hat auch die Ukraine wegen der rasanten Ausbreitung der russischen Feuersbrunst auf umliegende Länder den Getreideexport gestoppt. Auch die erwartete Missernte infolge der aktuellen Dürre ist ein Grund für den Ausfuhrstopp

Das Spiel geht aber munter weiter, am 06.November 2010 berichtet das Haller Tageblatt wie folgt: Sorgenfalten treibt Schulz und van Bergen derweil die politische Lage im 45- Millionen-Einwohner-Staat auf die Stirn. Seit längerem wartet man auf eine Vorsteuererstattung des Fiskus von 1,1 Millionen Euro. Man werde „alle gesetzlichen Wege ausschöpfen“, sagt Marlene Odenbach. Ein Problem scheint auch zu sein, dass die ukrainische Regierung derzeit Exporte nur eingeschränkt zulässt. Hierzu will die SBE derzeit keine Stellung nehmen.

Herr Sieger, der neue Geschäftsführer der SBE führt in der AZ vom 18.November Folgendes aus: Ich glaube nicht das etwas gravierendes falsch gelaufen ist. Aber dieses Unternehmen hat ein kommunikatives Problem sowohl mit den Aufsichtsgremien als auch mit der Presse. …....

So will Sieger Kontakte herstellen, damit die SBE die ihr zustehende Vorsteuererstattung in Höhe von 1,1 Millionen Euro vom ukrainischen Fiskus ausbezahlt bekommt.

Da fragt man sich nun ernsthaft ob hier nicht „der Bock zum Gärtner“ gemacht wird, denn schließlich steht Herr Sieger dem Projekt doch seit 2008 beratend zur Seite, geschweige denn das er sicherlich ein Honorar für diese Tätigkeit bezogen hat.

Herr Schulz wird als Prokurist wieder dringend bei den Stadtwerken benötigt. Sind wir doch einmal ehrlich, als Geschäftsführer ist Hr. Schulz maßgeblich für das Desaster verantwortlich, mein Vorschlag wäre ihm schnellstens die Prokura zu entziehen um weiteren Schaden für die Stadtwerke zu vermeiden.

Mehr als dubios sind auch die Rollen des Stadtwerke Geschäftsführers Hr. Schümann und des Bürgermeisters Herr Lukat (gleichzeitig ja Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke).

Mir erscheint es so, als sei Hr. Schümann das alles egal. Schließlich ist es ja nicht sein Geld, was in den Sand gesetzt wird und im Notfall steigen die Strompreise oder erhöht man die Eintrittspreise für das Schwimmbad.

Herr Lukat muss sich die Frage gefallen lassen, warum er trotz der dramatischen Situation des Ukraine Engagements seiner Pflicht als Aufsichtsratsmitglied nicht intensiver nachgekommen ist. Insbesondere von ihm hätten wir Bürger erwarten können, dass er ein besonderes Augenmerk darauf richtet.

Im Interesse der Bürger die letztendlich für diese Geldverschwendung aufkommen, sollten die Herren Lukat, Schümann, Schulz und Sieger persönliche Konsequenzen ziehen. Bevor sie dies tun, aber bitte sofort das Ukraine Engagement beenden, ehe wir noch weiter dafür zahlen.

Stephan Zanders,

Uelzen

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