Elternwille wird mit Füßen getreten

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Zum Beitrag „Eine Mogelpackung“ – SPD-Ratsherr Jörg Kramer aus Uelzen kritisiert die Oberschule:

Der „Liebe Herr Kramer“ versucht ja schon länger, uns von der Notwendigkeit einer IGS (Integrierte Gesamtschule) in Uelzen zu überzeugen. Diese Notwendigkeit einer IGS scheint aber selbst in seinem eigenen Lager sehr umstritten zu sein. Und nun durch die mögliche Einführung von Oberschulen zum nächsten Schuljahr an den bisherigen Haupt- und Realschulstandorten sieht Herr Kramer die Felle für seine IGS davonschwimmen.

Die neuen Oberschulen neben den bestehenden Gymnasien sichern weiterhin den Fortbestand des mehrgliedrigen Schulsystems. Herr Kramer will uns weismachen, dass Oberschule einfach nur ein neuer Name für Haupt- und Realschule ist. Dies ist falsch. Die Oberschulen sind ausgerichtet für „Begabungsgerechtes Lernen unter einem Dach“. Es ist eine flexible Schulform, in der alle Angebote und alle Abschlüsse möglich sind – und das wohnortnah.

Denn durch die Einführung der Oberschule an den bisherigen Haupt- und Realschulstandorten bleiben diese Schulstandorte im gesamten Landkreis erhalten.

Der Artikel von Herrn Kramer erweckt den Eindruck, dass nur die IGS der richtige Weg zum Abitur sei. Dies bedeutet, dass Herr Kramer nicht nur die Schließung aller bisherigen Haupt- und Realschulstandorte im Landkreis in Kauf nimmt, sondern auch den Bestand des Herzog-Ernst-Gymnasiums und des Lessing-Gymnasiums in Frage stellt.

Das sinnlose Opfern unserer bestehenden Schulen für eine IGS in Uelzen ist für mich nicht akzeptabel. Der Elternwille wird mit Füßen getreten.

Michael Widdecke,

Nateln

Anmerkung der Redaktion: Michael Widdecke ist Mitglied im CDU-Kreisvorstand.

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