AZ-Leserbrief

„Einladung zur Raserei“

+
AZ-Leser Friedhelm Köllmann beanstandet den Umgang mit der Bad Bodenteicher Ortsdurchfahrt. 

Zum Artikel „Tempo 30 in der Nacht“, AZ vom 18. Oktober, schreibt dieser Leser:

Der durch den Fahrzeug-Verkehr verursachte Lärm auf der Ortsdurchfahrt Bad Bodenteich hat, wie jetzt endlich festgestellt wurde, unerträgliche Ausmaße angenommen.

Ursache sind der andauernde starke Lkw-Verkehr und der desolate Fahrbahnzustand, entstanden durch die unsachgemäße Ausbesserung der Fahrbahnschäden vor zwei Jahren. Erst dadurch wurde die Ortsdurchfahrt zu einer, wie es der Bürgermeister so treffend ausdrückte, Stoßdämpfer-Teststrecke.

Die mangelhafte Ausbesserung wurde schon damals seitens der Gemeindeverwaltung beanstandet. Von der Straßenmeisterei wurde daraufhin mitgeteilt, dass sich die entstandenen Unebenheiten durch den Verkehr mit der Zeit glätten würden. Leider ist das nicht eingetreten. Einige Zeit später teilte die Leiterin der Straßenmeisterei dann mit, die schlimmsten Unebenheiten beseitigen zu lassen. Passiert ist wieder nichts.

Jeder Mensch weiß, dass Lärm ein Hauptverursacher von Gesundheitsschäden und Krankheiten ist. Deshalb ist es erstaunlich, dass erst jetzt Maßnahmen zur Eindämmung des Verkehrslärms getroffen werden sollen. Dass durch die Aufstellung von ein paar Tempo-30-Schildern langsamer gefahren wird, ist aber unwahrscheinlich, es sei denn, das Tempolimit wird ständig überwacht.

Nicht nachvollziehbar ist auch, dass die Maßnahmen nur bis zur abgeschlossenen Sanierung der Ortsdurchfahrt gelten sollen. Gerade der Ortsein/-ausgang Richtung Wittingen ist schon im jetzigen Zustand eine Einladung zur Raserei.

Da der Bau eines Kreisels oder eine Fahrbahnverschwenkung in diesem Bereich abgelehnt wurden, schafft nur die Installation eines stationären Blitzers für beide Fahrtrichtungen Abhilfe. Ein gutes Beispiel dafür ist Fuhrberg bei Celle.

Friedhelm Köllmann, Bad Bodenteich

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare