A 39 auf einem guten Weg

Eine Antwort von Claus-Dieter Reese auf den Leserbrief von Borwin Wulf vom 22. Dezember 2012.

Leider muss man dem Dauerleserbriefschreiber Borvin Wulf wieder einmal den Vorwurf machen, dass er in seinem Leserbrief vom 22.12. über Veranstaltungen eine Wertung abgibt, ohne an dieser teilgenommen zu haben. Aber das gehört ja zu seinem wirtschaftsfeindlichen Verhalten gegenüber dem Projekt A 39.

Ich war auf der Veranstaltung der IHK in Lüneburg dabei, als es um die Stellungnahmen seitens des VW-Werkes und der Salzgitter AG ging. Dort wurde klargestellt, dass man an einer besseren Nutzung des ESK interessiert sei, wenn durch den Ausbau des Hebewerkes in Scharnebeck eine zuverlässigere Belieferung möglich sei. Unabhängig davon spricht sich insbesondere der Vorstand von VW für einen zügigen Ausbau der A 39 aus.

Auf diesen Sachverhalt bezogen sich die Aussagen der CDU-Bundestagsabgeordneten Henning Otte und Eckhard Pols.

Auch seine Einlassungen über die A 39 zum Besuch von Ministerpräsident David McAllister in Suderburg stimmen nicht. Die Trasse, die übrigens unter Rot/Grün beschlossen wurde, ist weder menschenfeindlich noch natur- und umweltschädlich. Die Anwohner von Bienenbüttel, Jelmstorf, Uelzen, Wieren, Overstedt, Bad Bodenteich, Langenbrügge usw., alles Orte, die von 7.000 bis 14.000 Lkw und Pkw je 24 Stunden durchfahren werden, werden durch den Bau der A 39 von Schadstoffen wie Stickoxid, Ozon, Schwefel, Dioxid, Rußpartikel und Feinstaub entlastet. Ihre Lebensqualität und der Wert ihrer Grundstücke steigen endlich wieder.

Völlig an der Realität vorbei gehen auch die Ansichten von Herrn Borvin Wulf zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der A 39 für unsere Region. Es ist festzustellen, dass sich überall entlang von gebauten Autobahnen die Wirtschaft positiver entwickelt hat, die Durchschnittsverdienste der Bürger höher sind und der Durchschnitt der Wohnbevölkerung jünger ist.

In ihren Forderungen im Namen der 265.000 Mitgliedsunternehmen an die neue Landesregierung der Legislaturperiode 2013-2018 hat die IHK u. a. insbesondere auch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur aufgeführt. Niedersachsen ist Logistikdrehscheibe und Transitland. Trifft der bis 2025 prognostizierte Anstieg der Verkehrsleistungen von über 70 Prozent auch nur annähernd zu, wäre es fahrlässig, die drei Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße nicht zu ertüchtigen.

Zum Thema Naturzerstörung empfehle ich Herrn Wulf, sich einmal die Trassen der zuletzt gebauten Autobahnen in Deutschland anzusehen. Hier sind Naturräume entstanden, die es vorher nie gab.

Zum Bau der A 39 gibt es für unseren Landkreis keine Alternative. Bei einer hoffentlich schnellen Realisierung stehen den wenigen hundert Betroffenen tausende Bürger gegenüber, die langfristig davon profitieren.

Claus-Dieter Reese

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