Eine Selbstverständlichkeit

Zum AZ-Leserbrief „Der Aula-Fahrstuhl: den Aufwand wert?“ vom 17. Mai.

Stimmt, Herr Neubauer! Dieser Leserbrief von Herrn Froehlich ist einen Kommentar von den entsprechenden Organisationen nicht wert. Dennoch mein Kommentar: Als ich am 17. Mai den Artikel „Unbeschwert zum Theaterbesuch“ in der AZ las, war mein Gedanke, „Glückwunsch, gute Arbeit Frau Auer (Schulleiterin der KGS), dafür haben sie gekämpft. Jetzt kann Jeder barrierefrei die Aula/Theater besuchen.“ Jeder ist der Bürger mit und ohne körperliche Einschränkung, sowie der Handwerker mit schwerem Gerät, Theaterensemble mit Requisiten, Familien mit Kinderwagen usw., usw. Tausend Gründe für einen Fahrstuhl in der Aula könnte ich aufzählen, aber es würde die Seite sprengen. Herr Froehlich, Sie betrachten eine Selbstverständlichkeit von der falschen Seite. Ein „Behinderter“ arbeitet wie alle „Normalen“ auch, zahlt seine Steuern, leistet seinen Beitrag zur Gesellschaft. Sollte dies einmal nicht möglich sein, so ist die Gesellschaft stark genug, um ihn zu tragen. Ihre so genannte Geldverschwendung für Barrierefreihet kommt allen zugute. Auch Ihnen Herr Froehlich. Ihr Leserbrief war eigentlich keinen Kommentar wert!

Birgitt Sörnsen

Vorsitzende AWO Bad Bevensen u. stellv. Vorsitzende im Beirat für Menschen mit Behinderung, LK Ue.

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