Leserbrief

„Eine Katzensteuer ist Unsinn“

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AZ-Leserin Andrea Holtz spricht sich gegen eine Katzensteuer aus. Sie hält eine Registrierungspflicht für sinnvoll.

Auf den Leserbrief von Ursel Heye (AZ vom 7. Februar) zum Artikel „Kastrationspflicht statt Katzensteuer“ (AZ vom 3. Februar) nimmt Andrea Holtz aus Ebstorf Stellung:

Ein Schelm, der Arges dabei denkt.... Ich stimme dem Brief von Frau Heye völlig zu: Die durch Menschen verursachte Not der Katzen kann nur durch verantwortungsvollen Umgang – das heißt Kastration und Fürsorge – gelindert werden. Eine Katzensteuer ist Unsinn und durch nichts zu rechtfertigen. Eine gesetzlich festgelegte Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht hingegen würde helfen.

Was mir übel aufstößt, ist der Versuch der Jäger, über eine angebliche Gefährdung der Artenvielfalt und natürlich um die armen Katzen zu „erlösen“ die Erlaubnis zum Abknallen zu bekommen. Es weiß inzwischen ja nun wirklich jeder, dass das Sterben der Arten vor allem auf Pestizide, Überdüngung, Landschaftskahlschlag, Monokulturen und andere vom Menschen zu verantwortende Belastungen zurückzuführen ist.

Zu viele Katzen auf engem Raum machen die Sache natürlich nicht besser, sind aber nicht die Ursache. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass viele Landwirte auch Jäger sind und außerdem häufig gerade auf Bauernhöfen große Gruppen an nicht versorgten und natürlich nicht kastrierten Katzen leben, hat das einen unangenehmen Geschmack von Herausstehlen aus der Verantwortung. Sowohl für die auf dem Hof lebenden Katzen, die man als Jäger dann leider erschießen muss, statt sie zu kastrieren, als auch für die Natur, für deren Leerräumen dann nicht mein Handeln, sondern die Katzen verantwortlich sind.

Ich weiß, dass es viele verantwortungsvolle Landwirte und Jäger gibt, die so weder denken noch handeln, aber es gibt auch sehr viele andere. Und denen dürfen ihre bösen Pläne nicht erlaubt werden, Haustiere abzuschießen unter dem Deckmäntelchen des Gemeinwohls.

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