AZ-Leserbrief

Es war eine humanitäre Tat

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Herbst 2015 am Uelzener ZOB: Sonderzüge mit Flüchtlingen an Bord erreichen seinerzeit die Stadt. Mit Bussen werden die Menschen zu Aufnahmezentren gebracht.

Uelzen – Die CDU schließt eine Abriegelung der deutschen Grenzen nicht aus, sollt es noch einmal zu einer Flüchtlingskrise wie 2015 kommen. Dazu erreichte die AZ ein Leserbrief:

Frau Kramp-Karrenbauer schließt eine Abriegelung der deutschen Grenze bei einer erneuten Flüchtlingskrise nicht aus. Glaubt denn irgendwer, die Flüchtlinge hätten 2015/16 an der Grenze kehrtgemacht, wenn die Grenzpolizei gesagt hätte: „Hier kommen Sie nicht ‘rein.“? Die Folge wären doch Menschenansammlungen an der Grenze gewesen, die man nicht mal als Flüchtlingslager hätte bezeichnen können. (Man denke an Calais.)

Und, man stelle sich die Bilder vor, die um die Welt gegangen wären, hätten die Grenzpolizisten die Flüchtlinge mit Waffengewalt am Grenzübertritt gehindert. In letzter Konsequenz heißt das doch, dass man die Waffen auch einsetzen muss. Ich habe größte Hochachtung vor Kanzlerin Angela Merkel für ihre Entscheidung, die Grenzen nicht zu schließen. Es war eine humanitäre und höchst christliche Tat (das „C“ im Parteinamen sollte ja auch eine Bedeutung haben)! Hochachtung auch dafür, dass sie zu ihrer Entscheidung stand und steht, sich sogar öffentlich von einem Ministerpräsidenten (mit einem „C“ im Parteinamen) abkanzeln lassen musste.

Brigitte Hildebrand, Uelzen

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