Eine Heidestadt aus „Schutt und Asche“

Zum Stadtbild Uelzens:.

Beim Spaziergang mit unserem Besuch durch die ehemals historische Innenstadt Uelzens war die Erwartung unserer Gäste aus dem hohen Norden sehr groß. Aber: Uelzen liegt in „Schutt und Asche“, das alte ehemalige Katasteramt, einst ein Fachwerkhaus, ist schon vor Monaten gefallen und wird von Unkraut recht bunt bedeckt.

Das Wilgrü-Haus, ein Bau aus den 50er-Jahren, wird durch einen sterilen Geschäftsbau ersetzt. Und das einstige Gebäude von Café Harder, wo sich jetzt schon Mäuse und Ratten gute Nacht sagen, klafft als Lücke zwischen anderen Häusern. Das Alte Rathaus bleibt nur von außen, wie es ist. Die Kaufhalle, ein weiterer Schandfleck von Uelzen, steht leer, und der Uelzener Hof – mal sehen, was von ihm noch übrig bleibt.

Es ist erschreckend festzustellen, wie rasend schnell Uelzen sich in den Jahren verändert hat, leider nicht zum Vorteil. Viele alte Gebäude, die noch vor zirka 30 Jahren das Stadtbild prägten, fielen schonungslos der Abrissbirne zum Opfer.

Dafür entstanden schmucklose Geschäftshäuser, die nichts mehr mit einer historischen Innenstadt zu tun haben. Wenn das so weiter geht, wo will der Nachtwächter von Uelzen noch Führungen machen? Für ihn wird’s schwierig. Übrigens: Viel gab es auch für unseren Besuch in Uelzen nicht zu bieten. Einziger Höhepunkt war der kreativ gestaltete Bahnhof, der wohl einzigartig in Deutschland sein dürfte.

Von dort aus fuhren wir nach Lüneburg, wo eine gemütliche und malerische Altstadt zum Einkaufen und Bummeln einlädt. Wo Geschäfte mit ihrer Auswahl und Angeboten locken, wo man durch viele kleine und verwinkelte Gassen mit einem Eis in der Hand spazieren gehen kann.

Warum ist das nicht in Uelzen möglich? Lieber Stadt-Manager, lass meine Heimatstadt nicht weiter sterben!

Regine Mareck,

Wichtenbeck

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