„Eine Bankrotterklärung“

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Nicht nur der Name – auch an der inneren Struktur der Uelzener Oberschule übt AZ-Leser Fritz Kaune aus Bohlsen Kritik.

Die Namensgebung „Apollonia Oberschule Uelzen“ beschäftigt weiter die AZ-Leser. So kommentiert Fritz Kaune aus Bohlsen den Leserbrief von Nicolai Trümper (AZ v. 5. Juni):

Bravo, Nicolai Trümper, ein richtiges Wort leider nicht mehr zur rechten Zeit, denn der Zug zur Namensgebung der Oberschule in Uelzen ist wohl schon abgefahren.

Genauso rückwärtsgewandt wie der neue Name der Schule sein wird, ist auch die neue innere Struktur der Schule ab nächstem Schuljahr, über die die AZ bereits groß berichtet hat. Aber dieses Zurück ist hoffentlich dem Weg zum Besseren und der Erkenntnis geschuldet, dass ein differenzierender Unterricht nach Haupt- und Realschule doch wohl gar nicht so schlecht war. Man könnte auch von einer Bankrotterklärung des Modells Oberschule sprechen.

Die Abstimmung mit den Füßen in Richtung Gymnasium und KGS hatte sogar beim Ersten Kreisrat Liestmann Wirkung gezeigt, der im Dezember 2017 von einem „wahrnehmbaren Wunsch nach Differenzierung im Unterricht“ sprach. Wenn dadurch nun auch noch der Druck von der KGS in Bad Bevensen genommen wird, damit dort kein neuer Raumbedarf entsteht, dann dürften hoffentlich viele Entscheider zufrieden sein.

Ob es Schüler, Eltern und Lehrkräfte auch begeistert, muss die Zukunft zeigen.

Jutta Hoenecke aus Uelzen hat eine ähnliche Meinung:

Als ehemalige Kollegin stimme ich dem Schreiber vollends zu. Nomen est omen. Aufbruch in neue Zeiten bedeutet nicht, sich eines verstaubten, mittelalterlichen und wenig weltoffenen Namens zu bedienen.

Es wäre angebrachter, einen Namen zu wählen, mit dem sich alle mit dieser Schule verbundenen Menschen identifizieren können.

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