Eigenes Land braucht Geld

Die Altersarmut ist in Deutschland ein Problem, um das sich die Politik viel mehr kümmern müsste, findet AZ-Leser Herbert Seerau. Foto: dpa

Zum AZ-Bericht und zur ZDF-Reportage „Schuften bis zum Schluss“ über Altersarmut und arbeitende Rentner (AZ vom 14. Juli) schreibt Herbert Seerau aus Bad Bevensen:.

Ich habe die Reportage mit Wut im Bauch verfolgt. Es wurden drei Fälle ausführlich gezeigt. Die entsprechenden Personen haben ihr Leben lang gearbeitet und beziehen eine Rente weit unter der Armutsgrenze. Um überhaupt finanziell überleben zu können, müssen sie jeden Tag von morgens bis abends schuften, damit sie nicht die eigenen Kinder anbetteln müssen. Zum größten Teil müssen diese Menschen die Tafel aufsuchen und können somit ihren verdienten Lebensabend nach ihren Wünschen nicht richtig gestalten. Dieses macht mich wütend.

Der Staat ist leider nicht in der Lage, im 21. Jahrhundert die Altersarmut, die weiterhin stark zunehmen wird, zu bekämpfen. Dafür werden die Abgeordneten im deutschen Bundestag den Weg für das dritte Hilfspaket für Griechenland (86 Milliarden Euro) frei machen. Es ist eine Schande, dass dort die Gelder, die hier im eigenen Land dringend benötigt werden, hinfließen und in dunklen Kanälen versickern. Griechenland hat es in den letzten fünf Jahren nicht geschafft, seinen Haushalt zu koordinieren und wird es auch in den nächsten Jahren nicht schaffen. Es ist ein Fass ohne Boden.

Schämen sich die Politiker der Regierungskoalition überhaupt nicht, den fleißigen Deutschen, der ein Leben lang gearbeitet hat, am steifen Arm verhungern zu lassen? Wir brauchen im Bundestag endlich Politiker mit einem klaren Verstand, die die Geschicke unseres Landes leiten können, und keine Schaumschläger.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare