AZ-Leserbrief

„Es ist ein Drama“

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AZ-Leserin Tanja Heine schreibt, das Tierheim könne sich vor Katzenjungen und jungen Katzen kaum retten.

AZ-Leserin Tanja Heine bemängelt in ihrem Leserbrief, dass viele Bürger sich über die Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen hinwegsetzen würden:

Durch gewisse Umstände habe ich die Möglichkeit gehabt, hinter die Kulissen des Uelzener Tierheimes zu schauen und ich bin beunruhigt und erschrocken – besteht nicht fast überall im Landkreis die Kastrationspflicht bei Katzen (Anm. d. Red.: Seit Ende 2018 für Freigänger)? Leider scheinen viele Leute diese Pflicht zu ignorieren und zu belächeln.

Das Tierheim kann sich vor Kitten und jungen Katzen kaum retten. Sie sitzen in der Krankenstation, in der Quarantäne und in den normalen Besucherräumen. Sie müssen allesamt versorgt werden, Medikamente gegen langwierige Krankheiten bekommen. Dann folgen die Kosten für die Kastrationen und so weiter.

Wer glaubt, das Tierheim habe genug Geld dafür, der täuscht sich. Es ist ein Drama, was viele nicht erkennen, und das nur, weil die Kastrationspflicht einfach übergangen wird.

Wahrscheinlich ist den Leuten nicht bewusst, dass es sich bei Nichteinhaltung um eine Ordnungswidrigkeit handelt und diese angezeigt werden kann. Des Weiteren könnte das Tierheim diese Flut von Katzen besser stemmen, wenn mehr Menschen im Landkreis Uelzen dem Tierschutz-Verein beitreten würden und einen lächerlich kleinen Mitgliedsbeitrag beisteuern.

Die Angestellten leisten dort eine sehr wichtige Arbeit. Es ist eine große Hilfe für Menschen und Tiere, mal nicht wegzusehen, nicht zu ignorieren, was vor der eigenen Haustür passiert – schauen auch Sie einmal nach.

Tanja Heine, Tätendorf-Eppensen

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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