Doppelte Zahl an Wölfen

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Ulrich Merz sieht in der Vermehrung der Wölfe eine Gefahr für Weidetiere. Foto: privat

Zum Artikel „Wolfswelpen: Erster Nachwuchs im Kreis“ vom 25. Juli erklärt Ulrich Merz aus Növenthien, Sprecher der „Interessengemeinschaft der Weidetierhalter Nordostniedersachsen“:.

Im Widerspruch der zur Gesellschaftsmehrheit gemachten Meinung von Umweltverbänden, Wolfsberatern, Politik und Teilen der Medien warnen wir als betroffene Weidetierhalter vor der unkontrollierten Vermehrung der Population Wolf in unserer Region und in Gesamtdeutschland. Der Wolf stellt als gefährliches Raubtier in einem Land der intensiven Industrie-, Feld-, Wald-, Weidetierwirtschaft und einer Besiedelungsdichte von rund 230 Menschen pro Quadratkilometer in Deutschland (Landkreis Uelzen circa 64 Menschen pro Quadratkilometer) eine ernsthafte Gefährdung der Menschen dar und ist eine konkrete Bedrohung aller Tiere, nicht nur der Weidetiere.

Bei einer Vermehrung der Population um ein Drittel pro Jahr, einem Fleischbedarf bis vier Kilogramm am Tag und Wolf, einem Gewicht von circa 70 Kilogramm und einer benötigten Rudelfläche von etwa 250 Quadratkilometern ist es nur noch eine Zeitfrage, wann es zur unvermeidlichen Kollision Mensch – Wolf, Wolf – Mensch kommt.

Das „Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung“ in Berlin veröffentlichte unlängst, dass in den Jahren 2012, 2013 in Deutschland jeweils 12 Wölfe dem Straßenverkehr zum Opfer fielen. Im ersten Halbjahr 2014 sind es schon 13 Wölfe, einer wurde bei Bautzen erschossen, also sind 14 tote Wölfe gemeldet und gezählt worden. Auf das Jahr 2014 gerechnet, kann demnach von einer Verdoppelung der Gattung Wolf in unseren Regionen ausgegangen werden.

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