Bitte mal die Fakten sprechen lassen

„Wenn wir die Verkehrswende schaffen wollen, brauchen wir ein dafür geeignetes Schienennetz“, schreibt AZ-Leser Michael Hansen.
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„Wenn wir die Verkehrswende schaffen wollen, brauchen wir ein dafür geeignetes Schienennetz“, schreibt AZ-Leser Michael Hansen.

Zum Thema Alpha-E und den Aussagen des Projektbeirates, Henning Ottes und Kirsten Lühmanns schreibt dieser Leser:

Herr Otte ist anscheinend schon im Wahlkampfmodus und plappert die Worte des Projektbeirates nach. Schade, dass ein gestandener Politiker sich nicht mit den Fakten beschäftigt, sondern in bester Trump-Manier den alternativen Fakten von Peter Dörsam und Co. folgt. Eigentlich schon ein Grund, das Parteibuch zurückzugeben. Intelligenter formuliert es Frau Lühmann und weist auf „weitere Knackpunkte“ beim Alpha hin. Auch wenn das noch sehr schöngefärbt ist.

Natürlich brauchen wir keine Tempo-300-Strecke von Hamburg nach Hannover. Wir brauchen eine Strecke, die den Deutschland-Takt ermöglicht, der Bestandsstrecke mehr Raum für Personennahverkehr ermöglicht, nachts den Güterverkehr aus den dicht besiedelten Ortschaften nimmt und einen positiven Nutzen-Kosten-Faktor aufweist.

Die Bahn hat in einem transparenten und nachvollziehbaren Verfahren nachgewiesen, dass dies mit Alpha-E nicht zu machen ist. Die Vieregg-Studie überlastet die Strecke über alle Maße, und bei der kleinsten Störung im Betrieb bricht das Kartenhaus zusammen. Außerdem ist völlig unklar, wie die gigantischen Baumaßnahmen in ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis gebracht werden sollen.

Herr Dörsam droht gern mit dem Widerstand der Region, aber es braucht niemand zu glauben, dass sich die Bewohner der Bestandsstrecke nicht zur Wehr setzen, wenn ein so sinnfrei geplantes Projekt umgesetzt werden sollte.

Also wenn wir die Verkehrswende schaffen wollen, brauchen wir ein dafür geeignetes Schienennetz. Wir brauchen ein rechtlich geregeltes Raumordnungsverfahren. Nur wenn objektiv die Fakten beurteilt werden, gibt es die Chance auf Akzeptanz einer so weitreichenden Baumaßnahme. Gehen wir also endlich ein ergebnisoffenes Raumordnungsverfahren an, bewerten dann die Fakten und finden wir gemeinsam die beste Strecke. Dann, und nur dann, klappt es auch mit der Akzeptanz bei denen, die es ertragen müssen. Michael Hansen, Deutsch Evern

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