Demokratie wagen

Aus Jelmstorf schreibt Mathias Böhnke zum Thema „Ortsteile Bad Bevensens sollen Vertrauenspersonen erhalten“ vom Sonnabend (15. Dezember):

In Bad Bevensen scheint man auf dem richtigen Weg zu sein. Mehr Bürgernähe zu schaffen und Aufgaben vertrauensvoll abzugeben, zeugt von Mut und dem Willen, neue Wege zu gehen. Die Menschen in den Ortsteilen zu motivieren, etwas für sich und ihre Gemeinschaft zu tun, ist Politik ganz nahe am Bürger. Politik ist gar nicht so kompliziert, sie kann ganz einfach sein. Doch immer wieder stoßen gute Ideen oder ein gewagtes Experiment auch auf Widerstand. Unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit wird bürokratisiert. Nur um sich am Ende zu enthalten, sollte man nicht um Anteile schachern um dann damit das ganze Projekt zu gefährden. Eine Idee oder ein Experiment einmal mit zu tragen wäre hier zielführender. Ach ja, die Demokratie. Die wurde ja auch schnell infrage gestellt. Aber ist Demokratie nicht viel direkter, wenn sich Bürger zusammen finden und aus Ihrer Mitte jemanden bestimmen, der oder die ihre Belange zukünftig vertreten soll? Für manche sicherlich eine neue Erfahrung, genau wie vor einiger Zeit für die Delegierten auf einen denkwürdigen Parteitag, an dem sogar aus drei Kandidaten gewählt werden konnte? Dort sprach man von echter Demokratie. Da fragt man sich, was hatten die denn vorher?

Nun, Bad Bevensen geht neue Wege und das ist gut so. Politik muss bürgernah und zum Mitmachen sein. Das sollte man sich nicht nehmen und zerreden lassen.

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