Der Dammbruch ist geschehen

Um den Dammbruch bei Fischbeck zu stopfen, wurden Schiffe direkt am Deich auf Grund gesetzt. „Unsinniger Murks“, findet Heinz Priebe nach wie vor. Foto: Privat

Leserbrief zu ‚Dammbruch in Richtung Anstand‘ von Adrienne Andersen in der AZ vom 20. Juli, in der sie erklärte, dass Behörden regelmäßig das Bauen in Überschwemmungsgebieten erlaubten:.

Die versuchte Abdichtung des Dammbruchs bei Fischbeck zur Zeit der Flutkatastrophe war unsinniger Murks, wie das beigefügte Bild einmal mehr zeigt. Nur dazu hatte ich mich geäußert. Ob Frau Andersen in diesem Punkt anderer Meinung ist, geht aus ihren polemischen Äußerungen nicht hervor. Und wenn das Problem ganz woanders steckt, wie sie sagt, dann sollte sie sich auch nicht auf meinen Leserbrief beziehen!

Der Dammbruch ist nun einmal geschehen. Daran ändert auch der hypothetische Wunsch nach stärkeren Deichen nichts.

Behörden werden auch weiterhin das Bauen im Schutz von Deichen erlauben. Sie werden auch erlauben, dass die Häuser einen Keller erhalten. Oder sollen die Bewohner ihre Heizöltanks ins Dachgeschoss setzen? Schließlich wurden auch Erdgeschosse überflutet!

Sowohl zu der vorhandenen als auch der wünschenswerten Deichsicherheit lässt sich viel sagen, aber mit ihrem polemischen Rundumschlag wird Frau Adrienne Andersen sicherlich noch weniger ändern können als ich mit meiner Kritik an dem stümperhaften, aber kostspieligen Reparaturversuch.

So, wie ich ihren letzten Satz mit dem Anstand verstehe, stimmt sie mir wohl doch zu; denn tatsächlich wurde der Versuch unternommen, dem Bürger einzureden, dass das Machwerk gelungen sei.

Heinz Priebe,

Bad Bodenteich

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare