Dämmung – eine individuelle Frage

Reaktion zum Leserbrief „Studie belegt Dämmlüge“ von Michael Loos, in dem der Verfasser den finanziellen Nutzen von Wärmedämmung in Frage stellt, AZ vom 6. April:.

Leider geht die Diskussion um die energetische Sanierung von Gebäuden im Moment völlig am Thema vorbei. Der Bericht von der KfW wurde schon einen Tag später revidiert, weil die Steigerung der Energiekosten nicht berücksichtigt wurde.

Die Behauptungen, Dämmung rechnet sich nicht, brennt, verursacht Schimmel (physikalisch unmöglich) oder verhindert das Atmen der Wände, widersprechen jeder Grundlage. Wände atmen nicht, Dämmung brennt nicht und es gibt tausende von Beispielen, die belegen, das Dämmung sinnvoll ist und sich rechnet. Ein Reihenhaus, das gedämmt und die Renovierung über 30 Jahre finanziert wird, rechnet sich natürlich nicht. Das – der Verfasser möge mir verzeihen – ist nur logisch, wenn man vorher fünf Minuten darüber nachdenkt. Jeder, der eine energetische Sanierung plant, sollte sich vorher informieren und beraten lassen, die energetischen Notwendigkeiten bestimmen und dann die Arbeiten sach- und fachgerecht ausführen lassen.

Grundsätzlich gilt, das jedes Gebäude für sich zu bewerten ist und eine Verallgemeinerung zu nichts führt. Ich erhoffe mir in Zukunft eine sachliche Diskussion mit Fakten, vor allen Dingen seitens der Presse, die allzu schnell die Negativschlagzeilen befeuern, ohne die Inhalte zu hinterfragen.

Stefan Weimann,

Uelzen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare