Bürger zahlen für Hilflosigkeit

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Volker Kahle aus Uelzen schreibt zur Berichterstattung mit dem Titel „Uelzen in Schuldenfalle?“ über die finanzielle Situation der Uhlenköperstadt (Allgemeine Zeitung vom 16. März 2015):

Die Spitze des Eisbergs ist definiert. 14,3 Millionen Euro neue Schulden, für die sich der frühere Stadtkämmerer und heutige Bürgermeister zu verantworten hat. Rechnet man die circa 8 Millionen Euro, für die der Stadtrat in der Verantwortung als Aufsichtsrat der Stadtwerke steht, und die verschwundenen 600 000 Euro vom Rathausbau dazu, reden wir – Stand heute – über die stattliche Summe von 22,9 Millionen Euro.

Diese Summe, verteilt auf jeden Bürger der Stadt und der Ortsteile: circa 670 Euro. Lieber Stadtrat, fragen Sie mal die Bürger, ob Sie diese Summe für Ihre Hilflosigkeit bezahlen möchten.

Es ist zu befürchten, dass die tatsächlichen Zahlen noch viel schlimmer aussehen werden als die zum heutigen Tag bekannten Zahlen. Mit den Aussagen, wir werden alles tun, was wir können, ist es nicht getan. Auch die Befragung am Zuckerregal im Supermarkt wird Sie nicht weiterbringen.

Nach wie vor gibt es keine Antworten auf die offenen Fragen und niemand übernimmt die Verantwortung, obwohl klar ist, wer in der Hauptverantwortung steht. Es gibt in der Stadt Uelzen genug Intelligenz und Fachkompetenz, die mit dem entstandenen Schaden umgehen und die richtigen Entscheidungen treffen könnte. Das wäre ein Anfang. Die Uelzer Bürger werden die Verantwortungslosigkeit der Verwaltung nicht hinnehmen.

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