Bürger stellen Kompetenz infrage

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An dem neuen Digitalfunkmast, 150 Meter von Soltendieck entfernt, scheiden sich zurzeit die Geister.

Katja Rohlfs aus Soltendieck schickt im Namen der Bürgerinitiative Soltendiecks einen Leserbrief zum Bericht „Weißer Fleck Soltendieck“ (AZ, 23. Januar 2015):

Auf der Internetpräsenz der Bundesanstalt für Digitalfunk (BDBOS) 1 ist zu lesen: „Die Funknetzplanung (…) berücksichtigt hier nicht nur die topografischen Gegebenheiten vor Ort, sondern auch besonders sensible Bereiche, wie die direkte Umgebung von Kindergärten und Schulen.“

Als erstes stellt sich uns hier die Frage: Wenn Kindergärten und Schulen als ein sensibler Bereich gelten, wie kann es sein, dass ein Baugebiet mit 50 Bauplätzen und vielen jungen Familien mit ihren Kindern in der Standortplanung nicht ebenfalls als ein sensibler Bereich berücksichtigt wird? Und wie kann es sein, dass die Gemeinde Soltendieck, vertreten durch den Gemeindedirektor Benecke, vorher ohne Prüfung und Information der Betroffenen sein Einvernehmen erteilt?

Die Bürger Soltendiecks fordern den Gemeinderat auf, das offensichtliche Fehlverhalten des Gemeindedirektors Benecke zu ahnden und mit einer Versetzung des Standortes zu korrigieren.

Denn wie wir weiterhin auf der Internetseite der oben genannten Behörde lesen, soll „die Entscheidung für einen bestimmten Standort (…) im Einzelfall und nach Abwägung aller Interessen getroffen (werden)“. Alle Schreiben und Aufforderungen mit der Bitte um Information der Bürger Soltendiecks an die Samtgemeinde wurden respektlos ignoriert. Eine öffentliche Stellungnahme wurde von der Bürgerinitiative verlangt, stattdessen erfährt man über die Presse von einem erstaunten Benecke „dass jedes Handy eine größere Strahlenbelastung abgibt als ein Funkmast“.

Wir Bürger von Soltendieck stellen die Fachkompetenz von Benecke infrage!

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