AZ-Leserbrief

„... und der Bürger steht da“

„Gastronomen wissen nicht, wie es weitergeht, viele Firmen stehen vor der Pleite.“ AZ-Leser Adrian Kutzner aus Uelzen ist der Meinung, dass in die jeweiligen Corona-Entwicklungen auch die Kreise mit einbezogen werden sollten.
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„Gastronomen wissen nicht, wie es weitergeht, viele Firmen stehen vor der Pleite.“ AZ-Leser Adrian Kutzner aus Uelzen ist der Meinung, dass in die jeweiligen Corona-Entwicklungen auch die Kreise mit einbezogen werden sollten.

Zur aktuellen Corona-Politik schreibt dieser Leser:

Seit ein paar Tagen gibt es in Sachen Corona neue Regelungen. Hier scheinen sich die Geister zu scheiden. Die Politik entscheidet, und der Bürger steht da und muss es so akzeptieren.

Klar, wenn wir uns die aktuelle Entwicklung anschauen: Juli um die 160 Fälle bundesweit und dann stetig wieder ansteigend. Dann 2000, 3000, 5000 und nun über 6000 Infizierte pro Tag. Kein schönes Bild. Dennoch sollte man schauen, jedermann, was man tun kann.

Natürlich sollte die Allgemeinheit dazu beitragen, die Verbreitung zu minimieren. Nach dem letzten Lockdown haben sich die meisten an die Vorgaben gehalten. Supermärkte wurden quasi geplündert. Grenzen wurden geschlossen. Alle mussten einen Gang zurück schalten.

Mag auch alles gut gewesen sein. Die Frage bleibt jedoch: Ist alles so richtig entschieden worden? Nach und nach kam so einigermaßen die Normalität zurück. Vielleicht zu früh? Gastronomen wissen nicht, wie es weitergeht, viele Firmen stehen vor der Pleite. Nicht ganz unerwähnt sollte der Konsum bleiben. Viele bestellen nur noch online, was manchen Händler vor Ort in Verlegenheit bringt, der darum kämpft, seine Existenz aufrecht zu erhalten.

Klar, es gibt Förderungen seitens des Bundes und der Agentur für Arbeit. Was nützt es jedoch, wenn keiner persönlich ansprechbar ist und es nur einen telefonischen bzw. Online-Kontakt gibt? Natürlich liegt es in der Hand der Allgemeinheit, zu sehen, inwieweit der Corona- Virus weitergetragen wird. Aber kann es richtig sein, dass ausschließlich die Bundespolitik entscheidet, zu welchen Maßnahmen es kommt?

Meine Meinung ist, dass in die jeweiligen Entwicklungen auch die Kreise mit einbezogen werden sollten. Wofür haben wir Bürgermeister etc.? Die Politik besteht nicht nur aus Ministerpräsidenten – siehe Beherbergungsverbot, was teilweise gekippt wurde. In diesem Sinne. Bleiben Sie alle gesund.

Adrian Kutzner, Uelzen

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Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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