Bürger sollen Kosten tragen?

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Das Pflaster an der Grundschule Lüder ist schon mehrfach ausgebessert worden. Hans-Otto Bürger kritisiert in seinem Leserbrief, dass nun ein Ingenieursbüro hinzugezogen werden soll. Foto: Schossadowski

Zum Artikel „Rätselraten über Pflaster-Wölbung“ vom 9. Januar 2015 in der AZ schreibt Hans-Otto Bürger aus Lüder in seinem Leserbrief:.

Ein Lob möchte ich zunächst dem Redakteur des oben angegebenen Berichtes aussprechen, denn endlich wird auch mal was Kritisches veröffentlicht über die Samtgemeinde Aue. Der Artikel beginnt mit dem Satz „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Man könnte da auch den Satz eines Liedes verwenden, der da lautet: Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon wieder da...

Dass bei der Kreuzung an der Schule in Lüder etwas nicht stimmt, weiß wohl jeder Einwohner des Ortes. Im Jahr 2010 wurde die Kreuzung erneuert, es wurden rote Pflastersteine verwendet. Wenn es dann aber heißt (AZ vom 11. Dezember 2013), dass die ersten Nachbesserungen erfolglos waren, und das heute, so in der AZ vom 9. Januar 2015 zu lesen, nach drei Ausbesserungen noch nicht in Ordnung ist, muss man sich doch fragen, wie eigentlich in der Verwaltung gearbeitet wird. Nach meinem Wissensstand wird so eine Arbeit anhand von Ausschreibungen vergeben, die die Verwaltung beziehungsweise der zuständige Gemeindedirektor von Lüder vornimmt.

Meiner Meinung nach gibt es hier doch nur zwei Möglichkeiten. Entweder hat die beauftragte Firma Pfusch abgeliefert oder die Ausschreibung war nicht richtig formuliert beziehungsweise so aufgestellt, dass die Firma anhand dieser Ausschreibung richtig gehandelt hat. Aber da Herr Kahlert im Bericht vom 9. Januar 2015 berichtet, dass die Firma die Arbeiten fehlerlos ausgeführt hat, kann es doch nur an der Ausschreibung liegen, oder?

Man muss natürlich bedenken, dass auf dieser besagten Kreuzung auch Lkw fahren. Wenn diese Lkw aus der Schulstraße kommen und nach Langenbrügge einbiegen, entsteht doch aufgrund der scharfen Kurve ein Reibeeffekt, sodass die Pflastersteine regelrecht herausgedreht werden. Herr Kahlert und ich, wir sind beide keine Straßenbauer. Nur sollte Herr Kahlert eigentlich über genügend Erfahrung in solchen Ausschreibungen verfügen, oder? Sein Vorschlag, hier noch wieder ein Ingenieurbüro hinzuzuziehen, ist doch wohl total daneben. Wir können doch nicht für Fehler, die andere machen, Geld ausgeben. Herr Kahlert gibt ja zu, dass er den Begriff Planungsfehler in den Mund nehmen muss. Also liegt der Tatbestand der falschen Ausschreibung auf der Hand. Wenn dann die ausführende Firma doch Schuld sein soll, warum verklagt man sie nicht? So AZ vom 11. Dezember 2013: „Im schlimmsten Fall ein Rechtsstreit.“

Die CDU in Bad Bodenteich hat Herrn Kahlert das Vertrauen entzogen. Er hat ja schon in der AZ geäußert, dass, wenn ein neuer Gemeindedirektor gewählt wird, er dem nicht im Wege stehen will. Das kommt meiner Meinung nach doch einer Selbstanzeige gleich.

Ich glaube, dass dieses Rätselraten auf das Konto von Herrn Kahlert geht, und hoffe, dass da nicht noch mehr ungelöste Rätsel auftauchen.

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