Wir brauchen klare Regeln

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Flüchtlinge im LaGeSo Berlin: Behörden stöhnen durch die Überlastung bei der Bearbeitung von Asylanträgen.

Auf den Leserbrief „Das Land ruinieren?“ von Ulrich Lüttich (AZ v. 26. Januar) erwidert Anja Meyer aus Schmölau:

Die Wahrheit liegt in der Mitte. Zunächst einmal muss ein wohlhabendes Land wie Deutschland seiner Pflicht gegenüber Flüchtlingen weiterhin nachkommen, denn als reiches Industrieland haben wir Fluchtursachen mit verursacht. Außerdem nehmen wir teil an der Globalisierung, profitieren auch und müssen natürlich – unseren Kräften entsprechend – Verantwortung für globale Probleme tragen.

Dennoch, da gebe ich Herrn Lüttich recht, kommen sehr viel junge, männliche Muslime und es ist oft schwer, diese zu integrieren (bzw. bei Ablehnung abzuschieben). Statistiken belegen die überdurchschnittliche Kriminalität, vor allem von jungen Männern aus dem nordafrikanischen Raum.

Der Grund hierfür liegt, meiner Ansicht nach, nicht allein in der Perspektivlosigkeit dieser jungen Männer, sondern auch (wenn vielleicht auch nachrangig) an deren kulturellen Hintergründen. Insbesondere, wenn es um Übergriffe auf Frauen geht, dürfen wir in öffentlichen Diskussionen nicht die patriarchalen Gesellschaftsstruktur außer Acht lassen, in denen viele dieser jungen Männer groß geworden sind.

Wir werden uns dem Thema Flucht weiterhin und langfristig stellen müssen und brauchen hierfür klare Regeln, die auf der einen Seite der Verantwortung, die wir tragen, gerecht werden. Auf der anderen Seite müssen wir die Probleme, die entstehen, wenn wir Flüchtlinge in großer Anzahl aufnehmen, offen und unideologisch diskutieren. Praktikable Lösungen müssen gefunden und konsequent durchgesetzt werden – dabei dürfen wir weder unser Grundgesetz noch die Menschenrechte ignorieren.

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