Wir brauchen alte Bäume

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Eine zeitgemäße Waldwirtschaft, die sich nicht nur am Profit orientieren darf, fordert AZ-Leser Hans-Hermann Hoff ein. Foto: Privat

Zum Beitrag „Waldbesitzer zeigen Flagge“ (AZ v. 11. Mai) schreibt Hans-Hermann Hoff aus Suderburg:.

Grundsätzlich stimme ich der Aussage zu, dass die Waldmärkerschaft Uelzen die privaten Wälder nachhaltig bewirtschaftet. Dazu gehört aber mehr als nur die CO2-Bindung.

Insofern vermisse ich in dem Text auch eine Aussage zu einem artenreichen Laubmischwald. Die natürliche Waldverjüngung müsste doch auch für die Waldmärker, genauso wie für die Landesforsten, vorrangiges Ziel sein. Zumal dem Klimawandel mit Laubbäumen besser begegnet werden kann.

Irritiert bin ich über den letzen Satz im Artikel: „Stillgelegte Wälder mit verrotteten Bäumen helfen uns da nicht weiter“. Der massive Rückgang der Vogelpopulation kann doch von den Waldbewirtschaftern nicht ignoriert werden. Denn auch Vögel, die überwiegend im Wald leben, sind aufgrund des radikalen Einsatzes von Harvestern in ihren Lebensraum bedroht. Nicht umsonst sollten alte Höhlenbäume unter besonderem Schutz stehen.

Ich meine, eine zeitgemäße Waldwirtschaft muss auch einen gewissen Anteil an Habitatbäumen aufweisen, Bäume, die ungestört sehr alt werden dürfen. Wieso dann die irritierende Aussage von „stillgelegten Wäldern“?

Genau solche Waldteile brauchen wir auch. Sonst könnte der Eindruck entstehen, privaten Waldbesitzern, die in der Waldmärkerschaft organisiert sind, ginge es nur um den Profit.

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