Ein blödes Beispiel

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Eine Passage seiner Parteitagsrede hat FDP-Chef Christian Lindnerharte Kritik eingebracht, sogar Rassismus warf man ihm vor.

FDP-Chef Christian Lindner hat mit Aussagen zum Thema Einwanderungspolitik beim jüngsten Parteitag für Aufsehen gesorgt.

Er hatte geäußert, dass es für eine befriedete Gesellschaft notwendig sei, dass sich Menschen, die beim Bäcker in der Schlange warteten, sicher sein müssten, „dass jeder, der sich bei uns aufhält, sich legal bei uns aufhält“. Lindner wurde dafür hart kritisiert, sogar Rassismus wurde ihm vorgeworfen. Deniz Süzer aus Wustrow meint:

Die politische Diskussion ist durch und durch hysterisch geprägt und wird dadurch komplett irrational. Was Christian Lindner anmahnt, ist doch nicht weniger, als dass Rechtsstaatlichkeit durchgesetzt werden muss, damit das Vertrauen in eben diese erhalten bleibt bzw. zurückgewonnen wird. Ihm ernsthaft Rassismus vorzuwerfen, verharmlost, was die echten Rassisten von sich geben. Und wir alle wissen, wo die im Bundestag sitzen.

In derselben Rede wird übrigens darauf hingewiesen, dass wir in Deutschland auf internationale Fachkräfte angewiesen sind. Wie soll das dann zusammenpassen? Auf die Rechtsstaatlichkeit zu beharren, darf nicht mit „Gaulandschen“ Entsorgungsfantasien vermischt werden. Denn genau deswegen mangelt es an politischer Diskussion und das öffnet dem extremen Rand Tür und Tor.

Den Vorwurf, den man Herrn Lindner machen kann, ist die Auswahl eines ziemlich blöden Beispiels. Leider wird aufgrund dessen genau das gemacht, was die FDP unbedingt vermeiden möchte: Asyl und Einwanderung zu vermischen.

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