Blankes Entsetzen und Wut

Leserbrief zum Thema „A-39-Trasse rückt näher an Groß Hesebeck heran“ (AZ-Berichterstattung):

Eine Autobahn in Sicht-, Hör- und Abgasweite von 150 Meter. Eine neun bis 13 Meter hohe Brücke auf sechs Stützpfeilern in 80 Meter Entfernung von der heimischen Terrasse. Eine Autobahnab- und -auffahrt in einer Entfernung von circa 500 Metern. Der Ort geteilt durch den Durchgangsverkehr, der zu dieser Anschlussstelle fließen wird, auf einer Straße ohne Mittelstreifen, ohne Füßgängerweg, ohne Bürgersteig und ohne Ausbaukapazitäten.

Der Dorfplatz nicht mehr nutzbar, die Straße nicht mehr überquerbar, Gespräche am Gratenzaun nicht mehr führbar, der Groß Hesebecker Sprortplatz, 20 Meter neben der Trasse, nicht mehr bespielbar. Das Dorf wird sterben. Keine Osterfeuer, keine Mitternachtswettkämpfe, keine Dorffeiern auf dem Dorfplatz mehr. Familien werden wegziehen, um dem Lärm, den Abgasen, der ansteigenden Kriminalitätsrate und der durch den zugenommenen Verkehr entstandenen Gefahr für ihre Kinder zu entgehen.

Unser Dorf, unsere Landschaft, unser Gemeinschaftsleben, unsere Zukunft wird für die Autobahn geopfert. Wer hat uns so verkauft??? Seit ein paar Tagen ist der Röbbelbach, der unter und neben der Trasse verläuft, Naturschutzgebiet. Die Schilder beinhalten unter anderem den folgenden Satz: „Bitte verhalten sie sich im Gebiet so, dass die Lebensräume mit ihren Pflanzen-und Tierarten nicht beeinträchtigt werden.“ Blankes Entsetzen und Wut!!!!!

Maike Wilhelms und Stephan Kühn

Groß Hesebeck

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