Wie blanker Hohn

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Die Verlautbarungen des DRK-Landesverbandes in Hannover zur Schließung der Villa im Park klingen in meinen Ohren wie blanker Hohn. Es ist wie so häufig: Ungeliebte, weil im Gesamtkonzept schwer integrierbare Projekte lässt man gegen die Wand fahren, um anschließend sein scheinheiliges Bemühen kundzutun, sozialverträgliche Lösungen zu finden oder gar die MitarbeiterInnen „zu halten“. Wer mit den KollegInnen vor Ort spricht, weiß, dass es anders ist.

Als ehemaliger Mitarbeiter der Villa im Park in den zurückliegenden Jahren weiß ich, wovon ich spreche. Es hat in meiner Zeit viele Anzeichen für einen anhaltend negativen Trend in den Auslastungsgrößen des Hotels gegeben. Es hat aber auch Ideen, viel Engagement und Bereitschaft seitens der Belegschaft gegeben, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Beim DRK-Landesverband in Hannover sind diese Hilferufe verhallt, irgendwo zwischen Desinteresse, Nicht-Zuständigkeit und Inkompetenz.

Ganze fünf Minuten hat sich die Geschäftsführung Zeit genommen, den verdutzten MitarbeiterInnen das Ende Ihrer Beschäftigung in der Villa im Park mitzuteilen. Das gehört sich nicht. Für keinen Arbeitgeber. Und schon gar nicht für einen Wohlfahrtsverband der sich Menschlichkeit und Würde auf die Fahnen schreibt.

Ich wünsche dem Haus, dieser Perle am Rande Bad Bevensens, dass es den zukünftigen Betreibern nicht an Visionen, Mut und Entschlussfreudigkeit fehlt, die das DRK in Hannover über Jahre vermissen ließ. Das Potenzial des Hauses und seinen wunderschönen Grundstücks für attraktive Lösungen, die sich auch innerhalb eines Konzeptes einer modernen Kurstadt Bad Bevensen einbinden ließen, sind unbestritten.

Vor allem wünsche ich aber meinen ehemaligen KollegInnen alles Gute und viel Kraft für die anstehenden Veränderungen. Ihr habt einen tollen Job gemacht. Und das kann Euch keiner mehr nehmen.

Claus Leo,

Weste-Bahnhof

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