Leserbrief

„Soll das eine Strafaktion sein?“

AZ-Leser Eckehard Niemann setzt sich wie diese Bürger dafür ein, dass die Varendorfer Ortsdurchfahrt neu gestaltet wird.
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AZ-Leser Eckehard Niemann setzt sich wie diese Bürger dafür ein, dass die Varendorfer Ortsdurchfahrt neu gestaltet wird.

Zum AZ-Artikel „Steht Varendorf auf der Kippe“ vom 22. Juni hat dieser Leser folgende Meinung:

In Varendorf wächst die Empörung weiter, weil jetzt – nach immer neuem Verzögern und Hinhalten – Bürgermeister Franke und „seine“ CDU-Fraktion die Dorferneuerung für unseren Ort sogar ganz verhindern wollen.

Seit 2007 wartet der Ortsteil Varendorf der Einheitsgemeinde Bienenbüttel Jahr für Jahr darauf, dass der Dorfentwicklungsplan nun endlich realisiert wird. Alle anderen interessierten Ortsteile wurden bisher berücksichtigt – nur Varendorf nicht.

Das niedersächsische Dorferneuerungsprogramm endet in wenigen Monaten definitiv und ohne Verlängerung, deshalb sind die Arbeiten nun dringlich in Auftrag zu geben. Sonst würden die staatlichen Zuschüsse ersatzlos wegfallen.

Viele wütende VarendorferInnen, die am Donnerstag die einstündigen, sich monoton wiederholenden Abblock-Versuche von Bürgermeister Franke gegen die Varendorfer Dorferneuerung miterleben mussten, fragen sich schon lange, weshalb Franke ausgerechnet Varendorf diese Maßnahme verwehren will.

Soll das eine Straf- beziehungsweise Warnaktion sein – gegen Ortsteile, die bei Kommunalwahlen nicht mehrheitlich Frankes CDU, sondern mehrheitlich Kommunalpolitische Alternative/Grüne/SPD wählen? Der aktuelle Hinweis auf Corona entlarvt sich dann als Vorwand.

Schlimm, wenn für bornierte und macht-egoistische Parteipolitik die kommunalpolitische Demokratie und Gerechtigkeit ausgehebelt würde... Eckehard Niemann, Bienenbüttel

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