Bezahlte AfD-Gegner?

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Alexander Gauland sprach am Dienstagabend auf dem Herzogenplatz in Uelzen.

Zur Berichterstattung „Wir zeigen klare Kante“ über die AfD-Kundgebung (AZ vom 7. September) schreibt Heiner Oexemann aus Uelzen:

Am Dienstag war ich auf dem Herzogenplatz zur AfD-Veranstaltung zugegen. Ihrem Bericht in der AZ bestätigt mal wieder den Oberbegriff Lügenpresse. Ihre Angaben zu den Teilnehmern sind dermaßen verlogen, dass es einer Richtigstellung bedarf. Es waren nicht, wie Sie suggerieren, ein bis zwei Dutzend Leute dort, sondern circa 100. Hinzu kamen viele Personen, die die Reden von Rand verfolgt haben. Die „Gegendemo“ waren vielleicht 80 Personen, davon noch ein Großteil mit bezahlten Stundenlöhnen von 25 Euro durch die SPD.

Vielleicht sollte der Schreiberling ins Takatukaland auswandern, um dort Geschichten zu verkaufen, nach dem Motto, ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Oder darf ihr Mitarbeiter nur so berichten? Ich für meine Person werde jedenfalls keinen Euro mehr in ihre AZ investieren.

Diesen Leserbrief dürfen Sie gern veröffentlichen. Vermutlich wird aber auch der verschwinden, weil er nicht in ihr System passt.

Auch Ulrich Merz aus Növenthien hat eine Meinung zur AfD-Kundgebung:

Wer von einer „bunten, offenen, pluralistischen, ja, demokratischen Gesellschaft redet, sollte auch zuhören können. Menschen zuzuhören, deren Meinung nicht geteilt, sondern verabscheut wird, erfordert Kraft. Diese Kraft sollte aber aufgebracht werden, von Leuten, die von sich behaupten: Tolerant zu sein. In diesem Falle vermisse ich aber die politische Toleranz!

Ich vermisse auch die kritische Selbsthinterfragung, wie es möglich wurde, dass eine Partei, die aus dem Nichts gekommen ist, urplötzlich fast 21% in MV, in mehreren Bundesländern schon im Landesparlament sitzt und Bundesweit bei 15% liegt.

Die AfD, als Partei ist eine juristische Person. Sie wird aber von natürlichen Personen gewählt, gewählt in einer Größenordnung, die den etablierten Kräften in unserem Land, sehr gefährlich wird.

(...) Das Pfeiffen, Trommeln, Gegenanbrüllen, ist m. E. ein Schulterschluss, der den momentanen Trend der Parteien-und Wahlverdrossenheit, eher beschleunigt, als ihn zu stoppen, dafür aber das Denken übertönt. „Wer schreit, hat unrecht“ wurde gesagt. In diesem und vielen gleichgearteten Fällen, kann gesagt werden: „Wer schreit, pfeifft und brüllt hat keine Gegenargumente. (...)

Wer als Partei zugelassen ist, hat die gleichen Rechte. Es gibt den Unterschied in der Betrachtung der Entwicklung der Gesellschaft. Es gibt auch keine guten oder weniger guten Wähler. Es gibt nur den Souverän... und der entscheidet in der Wahlkabine.

Die freie, geheime und gleiche Wahl, ist eine Errungenschaft, die erstritten werden musste. Unter vielen gebrachten Opfern ist auch die Meinungsfreiheit erkämpft worden. Darum: Brüllt den Geist der „freiheitlich demokratischen Gründordnung“ nicht aus den Köpfen. Es gibt, für uns alle, keinen besseren.

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