Und sie bewegen sich doch

Kaum Scheu vor dem Menschen zeigten Wölfe, die jüngst in der Nähe von Dörfern in der Region gesehen wurden. Foto: dpa

Zum Beitrag „Ende der Wolfsvergötterung?“ (AZ v. 6. Dezember) schreibt Ulrich Merz aus Növenthien:.

„Und sie bewegt sich doch“

Ein Wort, das Galileo Galilei nachgesagt wird. Er meinte die Erde. Doch im übertragenden Sinne kann auch die Politik gemeint sein, die sich in Richtung „Handeln“ bewegt, weil sie die Realität wahrnimmt.

Als ehemaliger Sprecher der „IG Weidetierhalter“ habe ich vor der ansteigenden Gefahr, die durch den Wolf erwächst, gewarnt. Auf einer, am Beginn der „Wolfsproblematik“, durchgeführten Veranstaltung, auf der wir auf die uns alle zukommende Bedrohung hinwiesen, wurden wir als Panikmacher, Wolfshetzer und ähnliches bezeichnet und als die wahren „Störenfriede der Biodiversität“ beschuldigt worden. Herr Dr. Blume (CDU) äußerte, Zitat: „Der Wolf ist da, damit müssen wir leben“.

Herr Grüntjens verstieg sich auf der selbigen Veranstaltung in der Aussage, sinngemäß: Der Wolf geht in keine Dörfer, er meidet den Menschen und er reißt, wenn überhaupt, keine Rinder“. Während eines Treffens im SPD-Kreishaus Uelzen, zum Thema „Wolf“, sagte M.d.B. Kirsten Lühmann (SPD), dass „Wildschweine weitaus gefährlicher sind“. Klaus Knust, Ortsbürgemeister von Oldenstadt (SPD) nickte zustimmend und unterstützend.

Seitdem ist viel Trauriges geschehen. Nicht nur dass Weidetiere, Schafe, Gehegewild gerissen, sondern deren Halter zur Ohnmacht, oder gar zur Aufgabe ihres Gewerbes genötigt wurden, sondern dass der Wolf durch Dörfer streift, dem Menschen die Freiheit und den ungezwungenen Aufenthalt in „Gottes freier Natur“, verleidet.

Es ist nach all den Jahren , mehr als zu begrüßen, dass Bewegung in den von Menschen angerichteten Schaden kommt. Der Anstoß von Herrn Hillmer ist nur zu unterstützen. Doch dann bitte mit aller und in letzter Konsequenz.

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