Bestatter halten Hand auf

Das Geschäft mit dem Sterben. Leserbriefschreiber beklagen die hohen Kosten von Bestattungen. Foto: dpa

Zum Leserbrief „Furcht vor Einbußen“ von Michael Schulz über die Pläne für Waldfriedhöfe in Uelzen, AZ vom 23. Februar:.

Den Ausführungen von Michael Schulz zu diesem Thema kann ich nur zustimmen. Auch ich habe die entsprechenden Berichte im Fernsehen gesehen. Teilweise werden Särge aus Polen für 50 Euro importiert und an den Kunden für 750 Euro weitergegeben. Genauso schlimm und unverschämt finde ich, dass es Bestatter gibt, die Angehörige, die keine Kinder des Verstorbenen sind, mit sehr klugen Redensarten übers Ohr hauen.

Ich habe knapp 50 Jahre im Südkreis von Lüchow-Dannenberg gewohnt und dort einen Bestatter kennengelernt, der solche Methoden durchgeführt hat. Es wurden nicht nur sehr wertvolle Gegenstände mitgenommen, sondern in einem Fall ein großes Grundstück mit einem bebauten Einfamilienhaus abgestaubt und anschließend vermietet. Die mitgenommenen Gegenstände wurden restauriert und teilweise im Laufe der Jahre an einen Antiquitäten-Händler weiterverkauft.

Man kann nicht alle Bestatter über einen Kamm scheren, aber leider gibt es doch einige schwarze Schafe in dieser Branche, bei denen es heißen muss: In den schweren Stunden stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und halten die Hand auf.

Ich hoffe sehr, dass der Gesetzgeber diese Machenschaften endlich verbietet, damit man diesem Personenkreis das Handwerk legen kann.

Herbert Seerau,

Bad Bevensen

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