Dem Bericht mangelt es an Sachverstand

Leserbrief zum AZ-Bericht „Neue Fische für den Wiesensee“ vom 19. April.

Der Winter 2010/2011 brachte dem Angelsportverein Schwienau im Wiesensee ca. 450 Kilogramm verendete Fische. Wagners Theorie mit den Faulgasen, die durch das Eis nicht abziehen können kann ein Grund für den Verlust sein, hätte aber im Winter 2009/2010 auch auftreten müssen, da im genannten Jahr der See viel länger zugefroren war. Schlittschuhlaufen und jegliche Erschütterung auf dem Eis und in der Nähe des Sees sollte im Winter vermieden werden, da die Fische zu dieser Zeit Winterruhe halten. Wagner sagte im Bericht „Neue Fische für den Wiesensee“ – im Winter graben sich die Fische auf dem Grund des Sees ein. Ich sage, Wagner hat eine rege Fantasie. Richtig ist, der Karpfen und karpfenähnliche Fische ziehen sich in Gesellschaft in die tiefsten Stellen im See zurück und verbringen dort ruhig am Grund (stehend) die Winterruhe, Bewegung und Atmung sind auf ein geringes Maß beschränkt, da es unter der Eisdecke weniger Sauerstoff als im Sommer gibt. Raubfische wie Hecht, Barsch, Forelle und Zander vergraben sich ebenfalls nicht. Wagner vermutet, dass der Mühlenteich anders aufgebaut ist als der Wiesensee. Da brauche ich keine Vermutung. Allein durch die Tatsache, dass ein kleiner Bach – im Sommer weniger, im Winter mehr– frisches Wasser in den Teich leitet und dadurch die Wasserqualität steigt. Diese Kenntnisse hat schon der jüngste Angler im Verein. Wer aber keine oder wenig Kenntnis über Fisch und Gewässerkunde hat, sollte keine Berichte in die AZ setzen (Artikel am 19. April 2011). Ich bin sicher, dass es viele Angelkollegen im Angelsportverein Schwienau gibt, die Fische und Gewässerkunde voll beherrschen und geeignet sind, Berichte zu schreiben. Das alte Foto vom Wiesensee ersetze ich durch ein neues, ohne Selbstdarsteller Wagner. Jetzt kommt der See, die einmalige Landschaft, das Angelparadies vom ASV Schwienau erst richtig zur Geltung. Ich wünsche den Angelkollegen vom Angelsportverein Schwienau allzeit Petri Heil.

Klaus Hamann

Uelzen

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