Berg voller Sondermüll?

Leserbriefe zu „Schäden durch Schutt“, AZ vom 15. November:.

Wenn"s nicht zum Lachen wär‘, wär’s zum Weinen. Zum Lachen sicherlich für alle, die durch diesen Aktionismus zu Geld kommen; zum Weinen, weil einmal mehr der Krake Bürokratie ein weiteres Opfer gefunden hat.

Wie auch immer, lächerlicher geht’s nimmer! Was soll eigentlich dabei herauskommen? Mit ziemlicher Gewissheit eine Menge Geldverschwendung! Mich wundert eigentlich, dass die Arbeiter nicht mit Schutzkleidung und Atemmaske anrücken mussten.

Zunächst einmal muss man sich fragen, was denn überhaupt an schädlichen Substanzen in dem Haus verarbeitet oder dort gelagert war. Dann stellt sich die Frage, ob diese nun gerade an den Stellen gefunden werden, an denen jetzt gebuddelt wird.

Selbst wenn nun dort tatsächlich Asbest oder sonst etwas herausgezogen wird, soll dann der ganze Schuttberg umgegraben werden, womöglich per Hand, um nicht noch mehr von dem Zeug in der Umgebung zu verteilen? Oder soll der Berg insgesamt als Sondermüll entsorgt werden? Soll möglicherweise anschließend das Erdreich noch ausgekoffert werden? Was übrigens den bei organischem Zerfall allgegenwärtigen Schimmel betrifft, so kann der ja wohl nicht als Erklärung für die angeleierten Maßnahmen herhalten, und selbst wo es um Gesundheit geht, darf es nicht sein, dass sich hirnverbrannte Bürokraten nach Belieben austoben können.

Heinz Priebe,

Bad Bodenteich

Heute beklagt man den Zustand auf dem Gelände des ehemaligen Katasteramtes, einer Landesbehörde. Beim Verkauf eines solchen Anwesens hat die Stadt immer das Vorkaufsrecht, das heißt, man hätte es dort gleich richtig machen können. Nun ist das Grundstück Eigentum eines privaten Investors, der es gewinnbringend verkaufen will, aber offensichtlich keinen Käufer findet. Bebauen wollte er es wohl nie, was zur Frage Anlass gibt, warum ihm die Abrissgenehmigung erteilt wurde.

Im Nachhinein ist, wenn nichts mehr geht, die Staatsanwaltschaft zuständig. Der Ausgang ist ungewiss. Man sollte das ganze freundlicherweise unter Arbeits-Beschaffungs-Maßnahme einordnen.

Ulfert Zergiebel,

Uelzen

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